Großer Polizeieinsatz an Berufskolleg

Bewaffneter Schüler an Schule in Meschede gemeldet: Zwei Festnahmen

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Die Polizei im Großeinsatz am Berufskolleg in Meschede.

[Update: 16.42 Uhr] Meschede - Ein mutmaßlich bewaffneter junger Mann hat am Mittwochmorgen am Berufskolleg Meschede einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Mittlerweile ist der Einsatz beendet, eine Waffe konnte nicht gefunden werden.

Am Mittwochmorgen hatten mehrere Zeugen die Polizei alarmiert, weil sich ein bewaffneter Schüler auf dem Gelände des Berufskollegs Meschede am Dünnefeldweg aufhalten sollte. Bei mindestens einem der Zeugen soll es sich um einen Lehrer der Schule gehandelt haben. 

Schüler wird festgenommen - Waffe bleibt verschollen

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Ein Standard-Prozedere bei solch offenen Lagen. "Die Polizei konnte den 18-jährigen Mann wenige Minuten später in der Schule festnehmen. Eine Waffe führte er zu diesem Zeitpunkt nicht mit sich", teilte die Behörde mit.

Weil ein Schüler bewaffnet in der Berufsschule aufgetaucht sein soll, rückte die Polizei am Dünnefeldweg an.

Nach ersten Erkenntnissen habe der Mann niemanden mit der Waffe bedroht. "Ebenfalls hat es keine Schüsse in der Schule gegeben. Menschen wurden nicht verletzt.", so die Polizei.

Nachdem das Schulgelände abgesucht wurde, gab es schließlich Entwarnung: Es konnte keine Waffe gefunden werden. Das heißt jedoch nicht, dass es die von den Zeugen gesehene Waffe niemals gegeben hat, die Ermittlungen laufen weiter, der Beschuldigte ist (Stand: 16.30 Uhr) weiter in Polizeigewahrsam und wird verhört.

Weitere Festnahme eines 23-Jährigen

Neben dem 18-Jährigen wurde auch ein 23-Jähriger festgenommen, der zunächst als Zeuge auf der Polizeiwache vernommen wurde. Im Laufe der Vernehmung bekamen die Ermittler jedoch das Gefühl, dass eine Tatbeteiligung seinerseits nicht ausgeschlossen werden könne. Es gebe einen Anfangsverdacht wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage.

Außerdem würde wegen Körperverletzung gegen die Verdächtigen ermittelt - nähere Informationen zu diesem Tatvorwurf gab es noch nicht. Jedoch betonte der Sprecher, dass es keinen Zusammenhang mit einem Schusswaffengebrauch geben würde.

Ob die mutmaßlichen Täter weiter in Gewahrsam bleiben hänge nun davon ab, ob sich die "stichhaltigen Argumente" gegen die Beschuldigten erhärten werden. Vor allem ist die Frage: Gab es besagte Waffe und wenn ja, wo ist sie jetzt?

Schüler bleiben in ihren Klassenräumen

Während die Beamten nach der vermeintlichen Waffe suchten, mussten die Schüler in ihren Klassenräumen bleiben. Die Situation hätte zunächst geklärt und für alle Personen gesichert werden müssen, erklärte der Polizeisprecher weiter.

Quelle: wa.de

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