Zwischen Ascheberg und Hamm-Bockum/Werne - Zwei Schwerverletzte

Schwerer Unfall auf der A1: Keine Rettungsgasse gebildet

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[Update 12.33 Uhr] Münster/Hamm - Nach einem Unfall mit mehreren Verletzten auf der Autobahn 1 zwischen Ascheberg und Hamm-Bockum/Werne in Fahrtrichtung Dortmund am Mittwochmorgen sind alle Fahrstreifen wieder frei. Auf der Anfahrt hatten die Rettungskräfte damit zu kämpfen, dass keine vernünftige Rettungsgasse gebildet worden war.

Bisherige Ermittlungen ergaben laut Polizei Münster, dass der Fahrer eines Klein-Lkw am Mittwochmorgen um 6.55 Uhr vermutlich seitlich unter einen Sattelzug gefahren war.

Zuvor fuhr der Auto-Fahrer auf dem linken Fahrstreifen, der Lkw-Fahrer war parallel auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. Aus bislang ungeklärten Gründen geriet der Pkw plötzlich nach rechts und stieß gegen den dort fahrenden Lkw. Infolge der Kollision überschlug sich der Wagen mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Der Sattelauflieger des beteiligten Lkw wurde nur im Heckbereich leicht beschädigt.

Bei dem Unfall wurden zwei Personen schwer verletzt. Rettungskräfte brachten sie in umliegende Krankenhäuser, auch ein Rettungshubschrauber war nach Angaben einer Polizei-Sprecherin im Einsatz. 

Der Verkehr staute sich infolge des Unfalls bis auf zehn Kilometer. 

Die Feuerwehr Ascheberg und der Rettungsdienst waren gegen 7 Uhr zur Unfallstelle alarmiert worden. "Betrachtet man den Zustand des auffahrenden Fahrzeuges, ist es verwunderlich, wie beide Insassen dieses ohne technische Hilfsmittel verlassen konnten", schrieb Rainer Koch, Leiter der 

Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg, in einer Mitteilung.

Im Einsatz war die Feuerwehr Ascheberg mit den Löschzügen Ascheberg, Herbern und Davensberg. Rettungsfahrzeuge kamen aus Ascheberg, Lüdinghausen, Werne und Münster - dazu der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt des Kreises Coesfeld, ein Notarzt aus Werne und ein Rettungshubschrauber samt Notarzt. Insgesamt waren es rund 40 Einsatzkräfte.

Sie alle hatten offenbar einmal mehr bei der Anfahrt zur Unfallstelle damit zu kämpfen, dass im Stau zeitweise keine Rettungsgasse gebildet wurde. Fahrer der Einsatzfahrzeuge hätten über unverantwortliches Verhalten einiger Fahrzeugführer im Rückstau geklagt.

"Immer wieder wird die Rettungsgasse erst gar nicht gebildet oder nach dem Passieren eines Einsatzfahrzeuges zugestellt. Fahrer von Pkw versuchen, sich an die Gasse durchfahrende Einsatzfahrzeuge zu hängen, um im Stau weiter nach vorne zu kommen. Oder einige Fahrzeugführer ignorieren einfach das Herannahen von Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn und bleiben stur in der Rettungsgasse stehen", schriebt Aschebergs Feuerwehr-Chef Rainer Koch.

Er ergänzt in seiner Mitteilung: "Auch wir können immer wieder nur an alle Verkehrsteilnehmer appellieren: Es geht um Menschenleben! Bilden und behalten Sie die für die Unfallbeteiligten lebenswichtige Rettungsgasse frei. Diese benötigen schnellstmöF6gliche Hilfe von Rettungsdienst und Feuerwehr!"

Quelle: wa.de

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