Pleitenstatistik NRW

Im Ruhrgebiet gibt es ein hohes Pleitenrisiko

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Blick auf die Zentrale von Creditreform. Im Ruhrgebiet haben Firmen ein besonders hohes Pleitenrisiko.

Düsseldorf - Die ostwestfälische Metropole Bielefeld, sowie die Städte Düsseldorf und Aachen sind ein besonders gutes Pflaster für Unternehmen in NRW. In Mönchengladbach und in vielen Städten des Ruhrgebiets ist das Pleiterisiko dagegen deutlich höher.

Mit 97 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen ist Mönchengladbach im ersten Halbjahr 2018 die Pleitenhochburg unter den NRW-Großstädten mit mehr als 200.000 Einwohnern. Bezogen auf die absoluten Zahlen lag die Stadt im Westen von NRW mit 68 Pleiten jedoch allenfalls im Mittelfeld. Spitzenreiter bei der absoluten Zahl an Insolvenzen war dagegen Köln mit 217 Fällen. 

Aufgrund der hohen Anzahl der in der Domstadt ansässigen Unternehmen lag die Insolvenzquote dort jedoch lediglich bei 59 Fällen je 10.000 Unternehmen. Das ergab eine Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform für die Deutsche Presse-Agentur.

Mit einem hohen Pleitenrisiko haben insbesondere auch die Städte im Ruhrgebiet zu kämpfen. So zählt Gelsenkirchen mit 89 Pleiten je 10.000 Unternehmen ebenso zu der Negativ-Spitzengruppe wie Oberhausen (80 Pleiten je 10.000 Unternehmen), Duisburg (79 Pleiten je 10.000 Unternehmen), Bochum (76 Pleiten je 10.000 Unternehmen) oder Dortmund (71 Pleiten je 10.000 Unternehmen). Essen stand dagegen mit lediglich 58 Pleiten je 10.000 Unternehmen vergleichsweise gut da.

Positiver Spitzenreiter unter den NRW-Großstädten ist dagegen Bielefeld mit lediglich 33 Pleiten je 10.000 Unternehmen. Über besonders niedrige Quoten von 37, beziehungsweise 38 Pleiten je 10.000 Unternehmen können sich auch Düsseldorf und Aachen freuen.

In der bundesweiten Pleitenstatistik zählt Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 89 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen zu den Negativ-Spitzenreitern. Der relativ hohe Durchschnittswert erkläre sich vermutlich aus der Ansiedlung vieler Unternehmen im Umfeld der großen Städte, sagte ein Creditreform-Sprecher. Mit 98 Fällen je 10.000 Unternehmen lag im bundesweiten Vergleich nur noch Bremen höher. Positiver Spitzenreiter der Statistik war Baden-Württemberg gefolgt von Brandenburg, Thüringen und Bayern.

Insgesamt ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr nur um 1,0 Prozent auf 2.960 zurück. Im bundesweiten Durchschnitt fiel das Minus dagegen mit 3,3 Prozent deutlich kräftiger aus. - dpa

Quelle: wa.de

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