Heftige Niederschläge im Sauerland

Schäden durch Starkregen in Plettenberg - Neue Unwetter im Anmarsch

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Das Dach eines Fußballvereins ist bei dem Sturm in Plettenberg eingestürzt

Plettenberg - Land unter im Sauerland: Ein heftiges Unwetter hat Keller geflutet und Gebäude beschädigt. Vor allem die Stadt Plettenberg war betroffen. Auch im Ruhrgebiet und im Rheinland schwappten Regenmassen durch die Straßen. Am Freitag soll es mit den Gewittern weitergehen.

Einstürzende Dächer, überschwemmte Straßen und Blitzeinschläge: Ein erneutes Unwetter hat in Nordrhein-Westfalen gewütet. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen ab Freitagmittag mit neuen Unwettern. Lokal seien Sturmböen und Hagel möglich, wie der DWD auf seiner Website mitteilte.

Am Donnerstag hatte das Unwetter vor allem im Sauerland, im Ruhrgebiet und im Rheinland gewütet. In Plettenberg im Nordwesten des Sauerlandes führte Starkregen nach Polizeiangaben zu Ausfällen von Ampelanlagen, vollgelaufenen Kellern und hochgedrückten Gullydeckeln.

Land unter nach Unwetter in Plettenberg

Ein älterer Mensch wurde verletzt, als er beim Entfernen des Wassers aus dem Keller schwer stürzte. An der L697 seien bei dem Unwetter an fünf Kreuzungen und Einmündungen die Ampelanlagen komplett ausgefallen, sagte ein Polizeisprecher. Zum Teil seien Gullydeckel von Wassermassen hochgedrückt worden. Die Feuerwehr berichtete von 70 Einsatzstellen.

"Die Lage hatte sich zum Abend wieder beruhigt", sagte eine Polizeisprecherin am frühen Freitagmorgen.

In Plettenberg waren viele Straßen überflutet

In Bonn brannten zwei Dachstühle nach Blitzeinschlägen, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzkräfte hatte zudem mit vollgelaufenen Kellern und durch Blitzschläge verursachten Baumbränden zu kämpfen. Heftig krachte es auch in Bochum am Himmel. Die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr rückte zu 75 Einsatzstellen aus.

"Anfänglich gab es viele dramatische Meldungen über eingeschlossene Personen in Fahrzeugen und stark überflutete Keller", hieß es im Einsatzbericht. An vielen Stellen seien Straßen durch die Wassermassen unpassierbar gewesen. "Vor Ort stellte die Kräfte jedoch fest, dass die Lage sich bereits wieder beruhigt hatte."

Dachstuhlbrände in Bonn nach Blitzeinschlägen

In Essen sorgten sturzbachartige Regenfälle für rund 120 Einsätze, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. "Wie heftig die Regenfälle waren, lässt sich an einem Dutzend hochgedrückter Gullydeckel durch Rückstau in der Kanalisation erkennen", teilte ein Sprecher mit. Die Feuerwehr in Neuss hatte am Abend rund 40 wetterbedingte Einsätze.

"Es wurden diverse geflutete Keller leergepumpt, sowie Unterführungen wieder befahrbar gemacht und von den Wassermassen befreit", teilte ein Sprecher mit.

Auch auf einigen Autobahnabschnitten regnete es heftig. "Immer wieder waren mal Fahrstreifen unter Wasser", sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei Düsseldorf, die für die Autobahnen von der niederländischen Grenze bis ins Ruhrgebiet und nach Aachen zuständig ist. Durch das Unwetter bedingt habe es aber nach ersten Erkenntnissen keine größeren Verkehrsunfälle gegeben, hieß es. - dpa/eB

Quelle: wa.de

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