Bergkamen, Hamm und Iserlohn könnten profitieren

Schluss: Unna macht seine Eissporthalle zu

Die Eishalle in Bergkamen könnte von der Schließung in Unna profitieren.

Unna - Das Sterben der Eissporthallen geht weiter. Jetzt trifft es auch Unna. Die Stadt gibt die Sportstätte auf. Sie ist zu teuer. 

Der Sportausschuss der Kreisstadt Unna hat sich in einer Sondersitzung am Dienstag einstimmig für das Aus der Eishalle ausgesprochen, weil weder sie noch die Betreiber eine Möglichkeit sehen, eine neue Eisaufbereitungsanlage zu finanzieren. Dass der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat dem Votum folgen werden, gilt als sicher.

Erst im September 2017 hatte der Eishockey-Klub Königsborner JEC das 40-jährige Bestehen der Halle gefeiert. Am 15. Juli sollte Saisonbeginn sein. Den gibt es nun nicht mehr. Stadtsportbund, Vereine und Eishallenbesucher sind geschockt. Sie wollen gegen das Aus protestieren. Eine Online-Petition gegen die Schließung der Eishalle brachte es innerhalb von drei Tagen auf mehr als 3000 Unterstützer.

Die Sitzung des Sportausschusses war begleitet von der Kritik vieler ebenfalls anwesender Bürger. Viele Jugendliche und Kinder, die bislang in Unna Eishockey spielten, waren den Tränen nahe, ihre Eltern sichtlich verärgert, schreibt der Hellweger Anzeiger.

Im Laufe der Sitzung hatten Unnas Erster Beigeordneter Karl-Gustav Mölle und die Beigeordnete Kerstin Heidler dargestellt, dass die Stadt keine andere Chance als die Schließung sieht.

Laut Stadtsportbund Unna kommen rund 100.000 Besucher im Jahr in die Eishalle. Von deren Aus könnten die umliegenden Eissportstätten in Bergkamen, Hamm, deren Fortbestand vor wenigen Jahren selbst auf der Kippe stand, Möhnesee, Iserlohn und Dortmund profitieren.

Quelle: wa.de

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