Deutscher Wetterdienst warnt

Schnee in NRW: Glättegefahr am Freitagmorgen im Berufsverkehr

Der Schnee ist in NRW angekommen - betroffen sind vor allem das Bergische, Sauerland und Siegerland. Auf Straßen und Autobahnen herrschte am Mittwoch Stillstand. So geht es Donnerstag weiter.

  • Das Wetter in NRW bleibt weiter extrem: Nach Sturm ist der Schnee gekommen
  • Schneefall am Mittwoch sorgte für Chaos auf Straßen und Autobahnen, auch Donnerstag schneite es
  • Speziell Sauerland, Siegerland und das Bergische sind betroffen

Update, Donnerstag, 20.01 Uhr: In den gebirgigen Landesteilen im Südosten von NRW fällt fast überall Schnee, der verbreitet für glatte Straßen sorgt. Das gilt auch, wenn der Schneefall aufhört, warnen die Stormchaser Sauerland, denn bei Temperaturen um null Grad droht weiter Glätte. Gerade im Berufsverkehr am Freítag gilt erhöhte Vorsicht! Am Freitag lebt ab Nachmittag der Wind wieder auf, abends gibt es in höheren Lagen noch einmal Schnee-Nachschub, ehe in der Nacht zu Samstag mildere Luft kommt.

Update, Donnerstag, 17.27 Uhr:Im südlichen NRW drückt es die Schneefallgrenze laut Kachelmannwetter immer weiter runter. Auf der A45 im Sauerland herrscht schon Hochsaison für den Winterdienst.  

Update, Donnerstag, 17.22 Uhr: Für die Skiliftbetreiber im Sauerland gehört die noch laufende Wintersportsaison schon jetzt zu den drei schlechtesten der letzten 20 Jahre. In und um Winterberg herrscht Frust.

Glätte auf den Straßen: Vorsicht im Berufsverkehr

Update, Donnerstag, 16.17 Uhr: Mild, regnerisch, windig - zum Start des meteorologischen Frühlings am Wochenende zieht sich der Winter wieder in die Berge zurück. Am Freitag bleibt es unter dem Einfluss eines Zwischenhochs überwiegend trocken bei Höchstwerten zwischen 4 und 11 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagte. Nachts wird es im Osten und Südosten nochmals frostig, bevor es am Wochenende bundesweit wärmer wird mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 8 und 16 Grad am Samstag und 9 und 13 Grad am Sonntag. Trockene Phasen wechseln sich laut Vorhersage mit Schauern ab, dazu wird es stürmisch. Schnee fällt nur noch in den Bergen. Der meteorologische Winter endet mit dem Februar am Samstag.

Update, Donnerstag, 15.59 Uhr:  Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Wetterwarnung für weite Teile Westfalens und auch den Rheinlands herausgegeben. Betroffen sind unter anderem das Bergische Land, der Kreis Oberberg, der Märkische Kreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein, der Kreis Olpe, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter. Aber auch Teile der Kreise Soest, Unna, Paderborn sowie die Städte Köln und Bonn sind betroffen.

Update Donnerstag, 15.37 Uhr: In Südwestfalen setzt auch in den tieferen Lagen Schnee und Schneeregen ein. Zum Feierabendverkehr ist mancherorts wieder mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, schreiben die Wetterjäger Südwestfalen. Demnach können besonders in höheren Lagen bis 20 Zentimeter Schnee fallen, im Flachland zwischen 2 und 8 Zentimeter.

Wetter- und Verkehrschaos in NRW: So sah es am Mittwoch aus

Update Mittwoch, 16.33 Uhr: Schneeglatte Straßen, weiße Wiesen und kühle Temperaturen - auch für Donnerstagabend sind neue Schneeschauer bis ins Flachland angesagt. Trotzdem gibt der Winter in Nordrhein-Westfalen nur ein kurzes Gastspiel. Richtung Wochenende steigen die Temperaturen wieder an, wie Wetterberaterin Maria Hafenrichter vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch in Essen sagte. 

In der Nacht zu Donnerstag sollten die Schauer zunächst abklingen, bevor ab dem Abend von der Eifel neuer Niederschlag durch NRW zieht. "Dann sinkt die Schneefallgrenze auch bis ins Flachland", sagte Hafenrichter. "Da werden jetzt keine Riesenmengen runterkommen, aber ein paar wenige Zentimeter können dann durchaus auch mal liegenbleiben." 

Die Schneefreuden sind jedoch nur von kurzer Dauer: Bei freundlichem Wetter klettern die Temperaturen am Freitag im Tiefland auf 7 bis 8 Grad. Auch in den Höhenlagen von Sauerland und Eifel könne dann Tauwetter einsetzen. Eine neue Warmfront bringt in der Nacht zu Samstag neuen Niederschlag, der allenfalls in größerer Höhe mit Schnee vermischt sein kann und zunehmend auch dort in Regen übergeht: "Dann hat es sich auch im Bergland mit der weißen Pracht erledigt", sagte Hafenrichter. 

Update, 11.37 Uhr: Der nächtliche starke Schneefall hat im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe für zahlreiche Unfälle gesorgt, schreiben die Kollegen vom Sauerlandkurier.

Update, 11.28 Uhr: Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Am Donnerstag könnte es noch kräftiger schneien. Bis zu 15 Zentimeter seien in Siegen-Wittgenstein möglich, im Sauerland und der Eifel könnten zehn Zentimeter fallen, sagte der Essener DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Wie stark der Schneefall nach Norden vorankomme und das Ruhrgebiet treffe, sei noch nicht klar. "Das hängt von der genauen Zugbahn von Tief Bianca ab", sagte Kirchhübel.

Update, 10.51 Uhr: Langsam, ganz langsam lichtet sich die Länge der Staus und die Zahl der Polizei-Einsätze wegen den Wintereinbruchs in NRW. Für Lüdenscheid im Sauerland verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Vormittag eine Schneehöhe von zehn Zentimetern, auf dem Kahlen Asten waren es 13 Zentimeter.

Siegen: Ein Räumfahrzeug befährt eine schneebedeckte Straße.

Update, 9.35 Uhr: Es ist bald geschafft! Laut Kachelmannwetter zieht gerade die erst einmal letzte Front mit Niederschlägen über das Sauerland hinweg. Aber das heißt auch: Es bleibt an diesem Vormittag angespannt auf den Straßen. Aktuell ist vor allem die A45 betroffen. Auf der Strecke zwischen Hagen und Olpe geht es in beide Richtungen nur im Schneckentempo voran. Mehrere Lkw stehen quer - auch auf den Autobahnzufahrten.

Update, 8.35 Uhr: Die Polizei Dortmund schickt noch einmal eine Warnung an alle Autofahrer heraus: "Besonders auf der #A45 und #A44 sorgen Glatteis und Schnee gerade für Unfälle und Staus. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen an", meldet die Polizei auf Twitter. Insgesamt über 300 Kilometer Stau zählt der WDR in NRW durch Schnee und Glätte. In Westfalen am stärksten betroffen sind weiter A1, A45 und A46.

Viele Lkw haben sich an der A45 festgefahren - wie hier an der Auffahrt zur Autobahn in Lüdenscheid.  Der Schnee hat am Mittwochmorgen für Chaos auf den Autobahnen in NRW gesorgt.

Update, 7.50 Uhr:  Auch der Busverkehr ist durch Schnee und Glätte in den Höhenlagen eingeschränkt. Verkehrsbetriebe wie die MVG im Märkischen Kreis informieren, dass es am Morgen zu erheblichen Verspätungen und Fahrtausfällen kommt. Betroffen ist hier speziell das südliche Kreisgebiet mit den Städten Werdohl, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Schalksmühle, Halver und Kierspe. Auf der B236 zwischen Neuenrade und Werdohl hat es einen schweren Unfall gegeben - die Straße ist gesperrt. Die RB52 von Lüdenscheid nach Dortmund musste in Rummenohl enden. Dort lag ein Baum im Gleis. Über die Situation im Märkischen Kreis berichten wir hier auf come-on.de*.

Update, 7.30 Uhr:  Jetzt wird es hart auf den Autobahnen in NRW. Der Berufsverkehr hat eingesetzt und es hört im Bergischen, Sauerland und Siegerland nicht auf zu schneien. Über 250 Kilometer Stau misst der WDR. Auf der A1 und A46 im Bergischen geht es nur noch im Schneckentempo voran. Auch auf der A45 herrscht südlich von Hagen nahezu Stillstand.

Update, 6.45 Uhr:  Knapp 100 Kilometer Stau meldet der WDR zur Stunde. Die Prognosen der Wetterexperten sind eingetroffen. Der Schnee erwischt vor allem die Autofahrer im Bergischen und Sauerland eiskalt. Es staut sich rund um Wuppertal auf der A1 und A46. Im Bergischen fahren in einigen Regionen keine Busse mehr. Auf der A45 wird es südlich von Hagen kritisch. Teilweise müssen Autofahrer 30 Minuten mehr einplane.

Update, 6.05 Uhr: Der Berufsverkehr in NRW  zieht erst ganz langsam an, aber es ist bereits voll auf den Autobahnen im Bergischen, Sauerland und Siegerland. Betroffen ist - natürlich - die Sauerlandlinie. Südlich von Lüdenscheid geht es nur noch stockend voran. Der Schnee sorgt hier für Verzögerungen. Auch im Bergischen rund um Wuppertal gibt es eine geschlossene Schneedecke. A1 und A46 sind hier betroffen.

Update 26. Februar, 5.23 Uhr:  Der Schnee ist in NRW angekommen. Im Bergischen, im Märkischen Kreis, im Sauerland und im Siegerland gibt es am frühen Mittwochmorgen - wie erwartet - die ersten starken Schneefälle. Auf den Straßen ist noch nicht viel los. Wenn der Berufsverkehr einsetzt, ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Bereits jetzt ist es auf der A45 bei Siegen gefährlich glatt.

Update, 17.20 Uhr:  Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist noch einmal daraufhin, dass uns in NRW in der kommenden Nacht Schnee droht. "Bei mehreren Schauern einige Zentimeter Neuschnee möglich", heißt es in einer Twitter-Meldung des DWD. Vor allem im Siegerland und Sauerland ist am Mittwochmorgen Vorsicht geboten: Der Wetterdienst warnt ab Mitternacht bis Mittwoch um 10 Uhr vor Glätte in Gebieten oberhalb von 400 Metern. Verbreitet muss mit überfrierender Nässe sowie Schneefall gerechnet werden.

NRW - Es kommt tatsächlich noch einmal der große Schnee nach NRW. Ab Mittwochmorgen wird das Wetter  winterlich. Die Wetterdienste warnen bereits vor Chaos im Berufsverkehr auf den Autobahnen - speziell im Sauerland, Siegerland und im Bergischen.

"Der Winter lässt noch einmal seine Muskeln spielen", sagt Lars Dahlstrom, Meteorologe im Team von Kachelmannwetter. Der Grund: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kommt höhenkältere Luft nach NRW. Die Schneefallgrenze sinkt immer weiter und so kann es sogar im Flachland schneien. "Das kann auch Regionen betreffen, die Schnee nicht so gewohnt sind", sagt Dahlstrom. Oberhalb von 300 bis 400 Metern fällt sogar durchweg Schnee.

Wetter in NRW: Schnee trifft Sauerland und Siegerland

Das Schwierige an dem Wetter in NRW: Der Schnee wird vor allem den Berufsverkehr am Morgen betreffen. Die Modellkarten von Kachelmannwetter berechnen für Mittwochmorgen respektable Schneehöhen für einen Winter, der seinem Namen bisher noch nicht gerecht geworden ist. Die meisten Modelle sagen Schneehöhen zwischen 5 und 10 Zentimetern voraus, so Meteorologe Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter auf Twitter.

Wo wird es besonders kritisch wird: natürlich in den Höhenlagen von NRW. Im Bergischen, im Sauerland und im Siegerland sollten sich Autofahrer auf schwierige Verkehrslagen am Mittwochmorgen einstellen. Besonders betroffen könnte die A45 sein. Auch auf der A1 im Bergischen ist mit winterlichen Verhältnissen zu rechnen. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits am Montag eine Warnung veröffentlicht.

Wetter in NRW: Vorhersage für Schnee schwierig

Die Vorhersagen für das Wetter in NRW in Sachen Schnee sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Das betont auch Wetterexperten Fabian Ruhnau noch einmal: "Das Problem wird sein, dass es eng begrenzt in starken Schauern sehr stark schneien wird", schreibt Ruhnau auf Twitter. "Wo ganz genau, lässt sich erst morgens mit Radar sehen. Räumdienste kommen bei sehr hohen Intensitäten (erst recht im dichten Berufsverkehr) nicht nach."

Vor allem im Sauerland, Siegerland und im Bergischen ist mit mehreren Zentimetern Schnee zu rechnen. Auch im Flachland kann es Schneeschauer geben.

Damit kommt NRW in Sachen Wetter weiter nicht zur Ruhe. Auch hier waren Sauerland, Siegerland und das Bergische besonders betroffen.

  • Erst hatte Sturm Sabine in NRW für mehrere tausend Einsätze der Feuerwehren gesorgt
  • Wenige Tage später sorgten Schneefall und Glätte für eine Vollsperrung der A45
  • Sturm Victoria folgte in NRW auf Sabine - die Schäden waren zum Glück geringer
  • Schließlich mussten an Karneval wegen Sturm Yulia mehrere Umzüge abgesagt werden

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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