Probleme im Bahnverkehr / Dächer eingestürzt

Wuppertal massiv vom Gewitter getroffen - Augenzeugen filmen mit Smartphones

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Wuppertal wurde massiv von der Gewitterfront getroffen.

[Update 21.48 Uhr] Essen - Von starken Regenfällen begleitet haben sich am Nachmittag in den NRW-Bergregionen starke Gewitter entladen. In der Eifel, im Bergischen Land und im Sauerland fielen mancherorts 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter, wie der Deutsche Wetterdienst in Essen mitteilte. Vor allem Wuppertal ist massiv betroffen. Es gibt auch Probleme bei der Bahn.

Punktuell seien es sogar 60 bis 80 Liter gewesen, sagte ein Sprecher. "In der Eifel wird es lokal zu Überschwemmungen gekommen sein", vermutete er, etwa im Raum Monschau. 

Heftig traf es Wuppertal: Hier wurden zahlreiche Straßen unter Wasser gesetzt, Gebäude durch eindringendes Wasser oder sogar Dacheinstürze massiv beschädigt.

Das Dach einer Aral-Tankstelle in Wuppertal ist nach dem heftigen Unwetter zusammengebrochen.

An einer Tankstelle brach eine Dachkonstruktion zusammen. Unter dem Dach hätten insgesamt 14 Fahrzeuge geparkt, erklärte die Polizei. "Es ist eine unfassbare Situation gewesen", sagte eine Sprecherin. Ein Fahrer habe sein Auto noch rechtzeitig verlassen können, bevor das Dach auf seinen Wagen gestürzt sei. Er wurde leicht verletzt. Das Dach sei einsturzgefährdet, der Ort wurde abgesperrt.

In Wuppertal haben die Regenmassen schon Straßen überspült.

Die Wuppertaler Schwebebahn stellte den Betrieb gegen 16.30 Uhr ein, auch Züge mussten wegen Unwetterschäden in den Bahnhöfen bleiben, wie die DB Regio AG twitterte:

Zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Wuppertal-Oberbarmen seien die Gleise unterspült und verwehte Gegenstände im Gleisbereich. Es war vereinzelt auch von einem kleinen Erdrutsch die Rede.

In Wuppertal haben die Regenmassen schon Straßen überspült.

Durch hochgedrückte Gullydeckel wurden Unfälle ausgelöst, Bäume stürzten um, selbst das Einkaufszentrum "City Arkaden" und Teile des Universitäts-Campus Haspel, wo ebenfalls ein Dach einstürzte, standen in Wuppertal unter Wasser.

Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen beim Einsturz von etwa 30 bis 50 Quadratmeter Dachfläche an der Wuppertaler Uni nicht, wie nach dem Unwetter am Dienstagnachmittag auf der Webseite mitgeteilt wurde.

Zudem stünden der Keller sowie Teile des Erdgeschosses mindestens zweier Gebäude unter Wasser. "Nach ersten Einschätzungen ist der Ausmaß des Schadens erheblich", erklärte Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

Unwetterbedingte Zugausfälle gibt es aber auch zwischen Oberhausen und Essen sowie im Raum Hilden und zwischen Wesel und Duisburg.

Nach dem heftigen Unwetter hat die Feuerwehr in Solingen vor Hochwasser in der Wupper gewarnt. In Unterburg und Wipperkotten wurde die Bevölkerung am Dienstagabend aufgerufen, Häuser zu sichern und sich in höher gelegenes Gelände zu begeben. "Die Wupper steht hoch", sagte auch eine Sprecherin der Stadt Wuppertal. Weitere Informationen gab es zunächst nicht. 

In der Nacht sei im Bergischen Land wie auch im Ruhrgebiet und am Niederrhein mit weiterem Regen zu rechnen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Abend. "Mit heute Nachmittag ist das aber nicht zu vergleichen." Neue Unwetter seien in der Nacht eher unwahrscheinlich.

Rund um Aachen gab es nach Angaben der Feuerwehr eine steigende Zahl von Notrufen, am Nachmittag lagen zeitweise 120 unerledigte Einsätze vor. Viele davon betrafen den Raum Monschau. Darunter waren zahlreiche vollgelaufene Keller. 

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Der DWD veröffentlichte amtliche Unwetterwarnungen für mehrere Landkreise und Städte. 

Gewitter am Dienstagnachmittag in Lüdenscheid: Janis Scholz hat in seiner Heimatstadt eine Drohne aufsteigen lassen - im Vordergrund sieht man den Brügger Bahnhof, Blickrichtung von Brügge in Richtung Lüdenscheid.

Die Gewittergefahr sollte erst in der Nacht auf Mittwoch wieder nachlassen. - dpa

Quelle: wa.de

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