Ursache bleibt unklar

Frontalzusammenstoß in Kierspe: Säugling stirbt nach Unfall

Kierspe - Schwerer Unfall bei Berkenbaum: Nach einem Frontalzusammenstoß von zwei Autos auf der K25 ist ein sieben Monate alter Säugling aus Lüdenscheid verstorben. Vier weitere Personen sind verletzt.

Es ist einer dieser Horror-Unfälle, vor denen sich jeder Autofahrer fürchtet: Ein Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. So passierte es auch am Samstagnachmittag auf der K 25 zwischen Kierspe-Berkenbaum und Bollwerk. Die traurige Bilanz: Ein an der Unfallstelle noch reanimierter Säugling verstirbt im Krankenhaus, die achtjährige Schwester wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Siegener Kinderklinik geflogen. Drei Erwachsene sowie ein 14-jähriges Mädchen erlitten ebenfalls Verletzungen. Etliche Rettungs- und Notarztwagen wurden aus dem Umland zusammengezogen, um die Unfallopfer in die nahegelegenen Krankenhäuser zu fahren.

Auf den ersten Blick sieht man den Unfallwracks nicht die Aufprallgeschwindigkeiten an, die auf der Kreisstraße 25 üblicherweise gefahren werden. Beide Fahrzeuge sind sehr schwer beschädigt, dennoch kann man sich so ein Bild auch bei einem Vorfahrtsunfall in der Innenstadt vorstellen. Wie schnell der Opel Astra Kombi und der Mazda MX5 Roadster wirklich gefahren sind, bevor sie ungebremst zusammenstießen, konnte und wollte die Polizei vor Ort nicht beziffern: „Das muss der Sachverständige ermitteln. Hier sind Tempo 100 erlaubt, aber bei solchen Geschwindigkeiten würde es hier noch ganz anders aussehen“, lautete die Einschätzung.

Das Drama an der Unfallstelle war dennoch viel schlimmer, als man es den beiden Autos ansah. Die Rettungskräfte kämpften um das Leben des nur sieben Monate alten Säuglings. Doch der Blick des leitenden Notarztes an der Einsatzstelle ließ nur wenig Hoffnung für den kleinen Patienten aufkommen. Eine Ahnung, die später traurige Gewissheit wurde.

Schwerstverletzt mit einem Bauchtrauma wurde die achtjährige Schwester, allerdings wurde dies nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt. Der Familienvater und der Mazda-Fahrer wurden schwerverletzt, die Mutter – Beifahrerin im Opel – sowie die 14-jährige Tochter gelten als leichtverletzt. Doch auch sie wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die fünfköpfige Familie in dem vollbesetzten Kombi stammt aus Lüdenscheid.

Wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, ist derzeit offen. Fest steht nur: Der Familienvater, der den Opel gelenkt hat, geriet in der unübersichtlichen Kurve auf die Gegenspur. Dort kollidierte der Kombi mit dem entgegenkommenden Roadster eines 33 Jahre alten Mendeners. Der saß alleine in dem Wagen. Möglicherweise hat die Höhe des Mazdas einen Einfluss: Der Roadster ist so niedrig, dass er durch die grasbewachsene Böschung am Straßenrand schlicht nicht sichtbar war. Einen anderen Pkw hätte der Familienvater viel besser aus der Entfernung wahrnehmen können.

Die enge Straße wurde für die Dauer des Rettungseinsatzes gesperrt. Bereits um 19.30 Uhr, etwa drei Stunden nach dem Unfall, waren die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Fahrzeuge abgeschleppt und die Straße wieder freigegeben. Lediglich die Markierungen auf dem Asphalt verbleiben als stumme Hinweise auf das Geschehen an der Unfallstelle. Die Aufarbeitung fängt aber jetzt erst an. Für die Polizei und den Unfallsachverständigen gibt es mehrere wichtige Fakten zu ermitteln. Ohne Zweifel ein furchtbares Ereignis, was die Betroffenen lebenslang begleiten, wohl auch den Helfern vor Ort noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Quelle: wa.de

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