80.000 Besucher werden erwartet

Sicherheitsbedenken: Streit um Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf

+
Ed Sheeran

Düsseldorf - Das geplante Open-Air-Konzert von Ed Sheeran in Düsseldorf wird zum Politikum. Der britische Popstar soll am 22. Juli auf dem Messeparkplatz auftreten, erwartet werden mehr als 80.000 Besucher. Der Parkplatz soll zu diesem Zweck umfunktioniert werden. Unter dem Eindruck der Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg werden jedoch Sicherheitsbedenken laut.

Die CDU-Stadtratsfraktion übte am Donnerstag scharfe Kritik an Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Man habe erst aus den Medien von einer Sondersitzung am 13. Juni erfahren, in der über eine Baugenehmigung entschieden werden solle, erklärte sie.

"Wir wollen nicht unter massivem Zeitdruck über ein Riesen-Event für 84.000 Besucher entscheiden, das dann schon sechs Wochen später stattfindet", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Gutt. "Daher fordern wir auch eine Stellungnahme von der Stadtspitze zu Zeitplan und Kosten."

Die "Westdeutsche Zeitung" hatte den Verkehrsforscher Michael Schreckenberg zitiert, der auch in die Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe in Duisburg involviert war. Auch dieser sieht in dem Vorhaben eine "hastig geplante" Veranstaltung, "deren Planungszeit nicht ausreicht, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten".

Oberbürgermeister Geisel hatte angesichts der Kritik mit dem Forscher telefoniert. Am Mittwoch versicherte er, dass wohl alle Städte die Vorkommnisse in Duisburg vor Augen hätten, wenn es um die Genehmigung von Großveranstaltungen gehe. Auch deshalb werde bei der Prüfung des Sicherheitskonzeptes besonders sorgfältig vorgegangen.

Bisher wurden schon 60 Bäume auf dem Düsseldorfer Messeparkplatz umgepflanzt. Weitere 100 sollen für das Konzert gefällt werden. Dagegen hatte es bereits öffentliche Proteste gegeben. Ursprünglich sollte das Konzert auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden. Das scheiterte aber wegen der Nistplätze der Feldlerche und möglicher Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare