Acht Meter unter der Fahrbahn

A1-Sperrung: Vermeintliche Bombe entpuppt sich als Eisenstange

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[Update 14.47 Uhr] Köln - Keine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern nur eine alte Eisenstange haben Arbeiter unter der A 1 bei Köln zutage gefördert. Dennoch dauert es jetzt noch ein Weilchen, ehe die Autobahn wieder dicht ist.

Aufatmen in Köln und vor allem bei den Pendlern: Unter der Autobahn 1 nahe der Domstadt lag keine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der etwa acht Meter unter der Fahrbahn gefundene Gegenstand entpuppte sich als 60 Zentimeter lange Eisenstange, wie ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW mitteilte. 

Mitarbeiter einer Spezialfirma hatten das rostige Metallteil am Montagmorgen ausgegraben. Voraussichtlich wird es aber noch bis Donnerstagmorgen dauern, bis zwei der drei gesperrten Spuren wieder freigegeben werden können. Zunächst muss das für die Sucher gegrabene Loch verfüllt und die Fahrbahn neu asphaltiert werden. 

Das verdächtige Metallteil war bei Vorarbeiten zum Neubau der Leverkusener Rheinbrücke entdeckt worden. Experten hatten befürchtet, dass dies ein Blindgänger sein könnte. Das eingesetzte "geomagnetische Messverfahren" liefere allerdings keine Bilder, erläuterte eine Sprecherin der für die Kampfmittelbeseitigung zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf. 

Diese Eisenstange wurde zu Tage gefördert. Zur Vollansicht klicken Sie bitte oben rechts.

Gewissheit habe deshalb nur das Ausgraben des Gegenstands bringen können. Auch ein nur 60 Zentimeter großer Sprengsatz könne gefährlich sein. "Kampfmittel gibt es in allen möglichen Größen", sagte die Sprecherin. "Wie bei vielen Dingen im Leben kommt es auch hier nicht unbedingt auf die Größe an." 

Für die Suche war die Autobahn zwischen dem Kreuz Leverkusen-West und der Anschlussstelle Köln-Niehl in Fahrtrichtung Koblenz seit Samstagmorgen komplett gesperrt worden. Auf den Ausweichrouten meldete die Polizei dichteren Verkehr, aber keine größeren Auffälligkeiten. 

Betroffen waren jedoch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB): Laut einer Sprecherin waren die Bahnen im morgendlichen Berufsverkehr "sehr, sehr voll". Aufgrund des hohen Fahrgast- und Verkehrsaufkommens sei der Busverkehr "sehr gestört" gewesen. Es kam zu Verspätungen von bis zu 50 Minuten. 

Ohne große Probleme ist nach Angaben der Bahn der Start von Bauarbeiten im Kölner Hauptbahnhof verlaufen. Im größten NRW-Bahnhof werden seit Montag Weichen ausgetauscht. Es komme im Nahverkehr lediglich zu geringfügigen Verspätungen. 

Bisher habe die Bahn auch keinerlei Beschwerden erhalten. "Wenn nichts Gravierendes passiert, ist die Baustelle planmäßig fertig", sagte ein Sprecher. Bis zum 16. Oktober stehen im Hauptbahnhof die leise 7, 8 und 9 stehen in dieser Zeit nicht zu Verfügung, Gleis 6 wird nachts gesperrt. Betroffen von den Bauarbeiten sind die Linien RE 1, RE 6, RE 8, RE 9, RE 12, RB 27 und RB 38, auf denen es zum Ausfall von Haltestellen kommt. Der RE 12 fällt ganz aus. - dpa

Quelle: wa.de

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