Täter "entfernte sich fliegend vom Tatort" - Kuriose Aufklärung eines Vandalismus-Falls

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Dieses Loch entdeckte ein Mann in Aachen in seiner Heckscheibe.

Aachen - Zunächst klang alles nach einem typischen Fall von Vandalismus. Stattdessen versteckte sich hinter einer zerstörten Autoscheibe in Aachen eine kuriose Geschichte.

Der Besitzer hatte ein großes Loch in der Heckscheibe seines Wagen entdeckt und auch das Tatwerkzeug wurde gefunden: ein etwa 3 mal 4 Zentimeter Stein. Er alarmierte die Polizei.

Ungewöhnlich war, dass nichts aus dem Auto gestohlen wurde und die anderen Autos auf dem großen Parkplatz unversehrt geblieben waren. Trotzdem gingen die Polizisten natürlich ihrer Arbeit nach. Sie sicherten Spuren, machten Fotos und ließen den Stein sogar auf DNA-Spuren untersuchen. 

Polizei-Akte füllt mehrere Seiten

"Am Schluss des Tages hatte die Akte zu der Sachbeschädigung mit Schreibkram, Fotos, Aussagen des Autobesitzers und Spurenbericht knapp ein Dutzend Seiten gefüllt", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. 

Diese Mühe hätten sich die Beamten allerdings auch sparen können. Stattdessen gab es Unterstützung von "Kommissar Zufall", wie es die Polizei formuliert. Eine Videokamera hatte den Täter gefilmt. 

Tatverdächtiger etwa 35 bis 45 Zentimeter groß

Im Polizei-Protokoll hielten die Beamten daraufhin fest: "...die Einsichtnahme der Überwachungskamera des Parkplatzes ergab, dass der Tatverdächtige ca. 35 bis 45 cm groß und von schlanker, schwarzer Gestalt war. Nach Tatbegehung entfernte er sich fliegend vom Tatort. Kurzum es handelt sich bei dem Tatverdächtigen um einen Raben. Auf eine Auswertung der von dem Stein gesicherten serologischen Spuren wird verzichtet."

Die Videoaufnahmen hatten gezeigt, dass ein Rabe von einem Laternenmast über den noch unbeschädigten Pkw flog. Genau zu diesem Zeitpunkt war plötzlich ein Loch in der Heckscheibe zu erkennen.

Die Polizei spricht aufgrund der schnellen Aufklärung von einem "tierischen Ermittlungserfolg". Der Rabe sei allerdings bisher noch nicht identifiziert worden. Für ihn sei es "ein eher schwarzer Tag" gewesen.

Quelle: wa.de

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