Zum "Tag des Waldes": Viele Bäume werden nicht mehr alt

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Es geht dem Wald wieder schlechter, vor allem der Anteil der stark geschädigten Buchen ist gestiegen.

Düsseldorf - Zum "Internationalen Tag des Waldes" an diesem Dienstag haben Umweltschützer vom BUND auf das Artensterben hingewiesen.

Seltene Tiere wie der Grauspecht, die Mopsfledermaus und der Juchtenkäfer seien so stark gefährdet, weil sie am liebsten in uralten Bäumen wohnten.

Aber viele Bäume würden schon geschlagen, bevor sie alt werden können. Das NRW-Umweltministerium hat die Wälder des Landes als "Alleskönner" bezeichnet, der nicht ersetzbar sei.

Zugleich zeigt der Waldzustandsbericht 2016: Es geht dem Wald wieder schlechter, vor allem der Anteil der stark geschädigten Buchen ist gestiegen.

Mit dem "Tag des Waldes" würdigen die Vereinten Nationen seit 2012 die besondere Bedeutung der Wälder, von denen weltweit das Leben von mehr als 1,6 Milliarden Menschen abhängig sei.

Fakten zum Wald in NRW

  • 935.000 Hektar Wald bedecken Nordrhein-Westfalen laut Umweltministerium. Das sind rund 27 Prozent der Landesfläche. 64 Prozent des Waldes ist in Privatbesitz - mehr als in allen übrigen Bundesländern, so der Landesbetrieb Wald und Holz.
  • Auf jeden Einwohner in NRW kommen etwa 532 Quadratmeter Wald. Wenig im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt: Da hat rein rechnerisch jeder Bürger rund 1.400 Quadratmeter Wald für sich.
  • 58 Prozent Laubbäume und 42 Prozent Nadelbäume wachsen in den Wäldern. Laubbäume werden im Mittel 83 Jahre alt, Nadelbäume 66 Jahre. Buchen und Eichen sind mit je 16 Prozent vertreten, Fichten mit 37 Prozent.
  • Die höchsten Waldanteile Nordrhein-Westfalens befinden sich im Arnsberger Wald, im Nationalpark Eifel und in Siegen-Wittgenstein.
  • Der Holzvorrat pro Hektar liegt in NRW bei 318 Kubikmetern. Für 180.000 Menschen ist der Wald Arbeitsplatz und Einkommensquelle, sagt der Waldbauernverband NRW.
  • Die deutschen Wälder insgesamt entnehmen der Atmosphäre täglich 600.000 Tonnen CO2. Im Holz seiner Bäume speichert der Wald 5,5 Milliarden Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases.
  • Der älteste Baum Deutschlands steht in NRW: Die etwa 1.500 Jahre alte Femeiche in Erle bei Raesfeld, unter der früher Gerichtsverhandlungen (Feme) abgehalten wurden. Teile des uralten Stamms und Äste werden von Stangen abgestützt. - dpa

Quelle: wa.de

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