Diebe auf der Flucht

Tatort Kölner Dom: Einbrecher stehlen Werkzeug

+
Einbrecher sind in den Kölner Dom eingedrungen.

[Update 16.42 Uhr] Köln - Der Kölner Dom ist das Ziel von Einbrechern geworden. Zwei Männer haben in der Nacht zum Montag die Glastür aufgebrochen, durch die Besucher den Aufstieg zum Südturm beginnen.

Bei ihrem Beutezug stahlen die von Videokameras gefilmten Täter Werkzeug aus einer Werkstatt des Doms. Die Beute ließen sie nach Angaben der Polizei bei der Flucht allerdings zurück. 

Der Innenraum der Kathedrale mit Schatzkammer und Sakristei sei dagegen nicht betroffen, teilten Ermittler und Dompropstei am Montag nach ersten Erkenntnissen mit. Von einem Sicherheitsdienst alarmierte Polizisten umstellten mitten in der Nacht den Dom. Die dreisten Diebe konnten jedoch entkommen.

"Es sieht sehr danach aus, dass sie nur dieses Werkzeug haben wollten", sagte eine Polizeisprecherin. Indizien, auch Kunstgegenstände könnten im Visier der Täter gewesen sein, gebe es bislang nicht. "Aber solange man sie nicht befragt, kann man das natürlich nicht abschließend beantworten." 

Letztendlich sei nichts weggekommen. Polizisten stellten die zunächst gestohlenen Werkzeuge und Funkgeräte der Dombauhütte auf dem Fluchtweg sicher. 

Stunden nach der Tat fehlte von den Männern allerdings zunächst jede Spur. Die Polizei veröffentlichte Täterbeschreibungen. Demnach trug einer der beiden Männer mittleren Alters ein helles Muskel-Shirt mit auffälligem Aufdruck, sein Komplize eine schwarze Jacke. 

Touristen mussten wegen des Einbruchs am Montag auf die Aussicht aus fast 100 Metern vom Südturm über die Millionen-Stadt am Rhein verzichten. Denn der aufgebrochene Eingang musste zunächst repariert werden. Der Schaden sollte allerdings bis zum Montagabend behoben werden. 

Die in den Südturm gelangten Täter brachen laut Dompropstei dann eine weitere Tür auf, die zum Nordturm führt, wo auf rund 45 Metern Höhe die Dombauhütte ihre Werkstatt hat. "Dort sind Metallschränke aufgebrochen worden, und es wurde Werkzeug entwendet", schilderte der Sprecher der Dompropstei, Markus Frädrich. 

Ein Zusammenhang zwischen der Beisetzung von Kardinal Joachim Meisner am vergangenen Samstag und dem Einbruch bestehe nicht, betonte Frädrich. "Die erzbischöfliche Gruft ist nicht betroffen." 

Die Polizei war gegen 02.30 Uhr vom Sicherheitsdienst informiert worden, nachdem ein Alarm ausgelöst worden war. Mehrere Streifenwagen rückten aus. Alle Bereiche der Kathedrale seien genau durchsucht worden, auch mit zwei Spürhunden, sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare