Lebensgefährliche Aktion

Türkische Hochzeitsgesellschaft legt A2 bei Kamen lahm 

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Dortmund - Wieder hat nach Polizeiangaben eine türkische Hochzeitsgesellschaft eine Autobahn in Nordrhein-Westfalen blockiert. Die Beteiligten wurden diesmal nach ihrer Aktion auf der A2 bei Kamen erwischt.

Gegen sie wird unter anderem wegen Nötigung ermittelt. Wie die Dortmunder Polizei am Montag mitteilte, hatten Zeugen am Sonntag gegen 15 Uhr auf der A2 Richtung Hannover beobachtet, wie "knapp ein Dutzend hochwertige Fahrzeuge" im Bereich Kamen den Verkehr auf allen drei Fahrstreifen ausgebremst und damit die komplette Autobahn blockiert hätten.

"Die Fahrer überholten zum Teil rechts unbeteiligte Fahrzeuge und bremsten diese aus. Diese geistig umnachtete Aktion dauerte laut Zeugenaussagen mehrere Minuten, bevor der Konvoi dann an der Anschlussstelle Hamm die Autobahn verließ", so die Polizei. 

Fahrzeuge in Hamm gestoppt 

Beamte hätten die Fahrzeuge danach in Hamm stoppen können. "Alle Beteiligten verhielten sich kooperativ", teilte die Polizei mit. Es seien Anzeigen wegen Nötigung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr geschrieben worden. 

Polizei findet deutliche Worte

In ihrer Pressemitteilung findet die Polizei deutliche Worte: "Es ist etwas anderes, wenn eine Hochzeitsgesellschaft durch die Straßen fährt und laut hupt. Den Verkehr auf einer Autobahn auszubremsen, gefährdet Leben und ist mit absolut nichts zu rechtfertigen!" 

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Ebenfalls auf der A2 hatte am Samstag ein Hochzeitskorso die Fahrbahn bei Hannover blockiert. Dort hatte die Polizei die beteiligten Autos nicht mehr angetroffen.

Auch in Hamm selbst gab es am Sonntagnachmittag zwei Autokorsos, die Zeugen jeweils der Polizei meldeten. Bei mindestens einem der beiden Korsos wurde auch in die Luft geschossen. 

Autokorso in Lage gestoppt

Ein ähnlicher Fall am Wochenende in Lage im Kreis Lippe: Dort stoppte die Polizei am Samstagnachmittag den Autokorso einer Hochzeitsgesellschaft. Gegen 16 Uhr habe sich die Kolonne in Richtung der Innenstadt bewegt, so die Beamten.

Anwohner berichteten von Pistolenschüssen. Die Polizei stellte zwei Schreckschusswaffen sicher. Die mutmaßlichen Besitzer, ein 32-jähriger Detmolder und ein 32-jähriger Mann aus Bayern, konnten den erforderlichen kleinen Waffenschein nicht vorweisen, wie die Polizei mitteilte. - lnw/eB

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Quelle: wa.de

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