Verdächtiger entkommt der Polizei

Unbekannter zündet "Polenböller" am Bahnhof - Junge und Baby verletzt

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Symbolfoto

Gelsenkirchen - Der laute Knall eines gezündeten "Polenböllers" sorgte am Sonntagabend am Gelsenkirchener Hauptbahnhof nicht nur dafür, dass vielen Anwesenden der Schreck durch die Glieder fuhr. Ein zehnjähriger Junge und ein acht Monate altes Baby wurden verletzt.

Wie die Bundespolizei berichtet, zündete ein unbekannter Tatverdächtiger gegen 20 Uhr den sogenannten "Polenböller" am Nordausgang des Hauptbahnhofs. Ein 10-jähriger Junge aus Gelsenkirchen, der sich zusammen mit seiner Familie im Bereich der Detonation aufhielt, klagte im Anschluss wegen des lautstarken Knalls über Schmerzen in den Ohren. Auch ein erst acht Monate altes Baby wurde nach Polizeiangaben durch die extreme Geräuschentwicklung verletzt.

Bundespolizisten nahmen die Verfolgung eines Tatverdächtigen auf, dieser entkam jedoch unerkannt. Die beiden verletzten Kinder wurden laut Polizei vorsorglich über Nacht in einer Klinik stationär aufgenommen.

Unklar, ob Täter Fußballfan war

Die Bundespolizei leitete schließlich ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem oder den Täter/n geben können, werden gebeten, sich unter der kostenfreien Hotline 0800/6888000 an die Bundespolizei zu wenden.

Ob es sich bei dem Täter um einen Fußballfan gehandelt hat, sei bislang nicht geklärt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage. Zwar passe die Tatzeit zur Rückkehr der Schalke-Fans vom Auswärtsspiel bei Hannover 96, jedoch habe der Mann keine Fankleidung getragen, sodass man ihn nicht zweifelsfrei als Fan identifizieren habe können.

Polizei warnt vor Pyrotechnik

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei auf die Gefahren der Pyrotechnik hin. "Diese kann gerade im Bereich von Bahnhöfen zu Verletzungen am Gehör führen. Zudem kann es bei der Detonation zur Splitterbildung kommen, welche zur Verletzungen an den Augen von Personen im unmittelbaren Nahbereich führen kann", warnt die Polizei.

Quelle: wa.de

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