Trotz Umsatzsteigerung von knapp 100 Millionen Euro gegenüber 2016

Vossloh-Konzern steht vor Verkauf der Lokomotivensparte - rote Zahlen 2017

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Werdohl - Vor dem Verkauf seiner Lokomotivensparte ist der Verkehrstechnikkonzern Vossloh in die roten Zahlen gerutscht. Trotz einer erfreulichen Entwicklung im Kerngeschäft habe Vossloh das Geschäftsjahr 2017 mit einem negativen Konzernergebnis abgeschlossen, teilte das Unternehmen aus Werdohl am Freitag mit.

Der Grund seien Verluste sowie eine Wertminderung im Geschäftsbereich Transportation. Wie hoch das Minus war, veröffentlichte Vossloh nicht.

Vossloh wird seit einigen Jahren zu einem rein auf die Bahninfrastruktur konzentrierten Unternehmen umgebaut. Die Gespräche über den Verkauf des in Kiel ansässigen Lokomotivengeschäfts seien inzwischen so weit fortgeschritten, dass der Geschäftsbereich Transportation zum 31. Dezember 2017 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen werde. Dies führe zu einer Wertminderung auf den Buchwert.

Der Verkauf werde in diesem Jahr abgeschlossen, sagte ein Sprecher. Vossloh hat beim Lokomotivenbau etwa 400 Mitarbeiter, der Umsatz betrug zuletzt gut 100 Millionen Euro. 

Zum Kerngeschäft von Vossloh gehören Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen, Weichensysteme sowie Dienstleistungen.

Nach vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen mit diesen fortgeführten Aktivitäten im vergangenen Jahr 918,3 Millionen Euro umgesetzt, knapp 100 Millionen Euro mehr als 2016. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um knapp 13 auf 70,3 Millionen Euro. - dpa

Quelle: wa.de

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