Leuchtenhersteller aus Arnsberg

Wegen Erdogan: Trilux legt Millionen-Plan für Türkei auf Eis

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Arnsberg - Der Leuchtenhersteller Trilux hat seine Pläne für eine Produktionsstätte in der Türkei schon vor Monaten wegen der politischen Entwicklung vor Ort auf Eis gelegt.

"Wir hatten die klare Absicht, eine Produktionsstätte in der Türkei zu aktivieren", sagte der Generalbevollmächtigte Michael Huber am Donnerstag. 

Konkret ging es der im Sauerland beheimateten Gruppe mit einem Jahresumsatz von 615 Millionen Euro (2016) um eine Leuchten-Montage, die zusammen mit einem türkischen Partner entstehen sollte. Die Höhe der eigentlich der Türkei geplanten Investition bezifferte der Unternehmenschef auf einen einstelligen Millionenbetrag. 

Der Trilux-Generalbevollmächtigte Michael Huber.

Die Aktivitäten seien inzwischen aber komplett eingestellt worden angesichts des Kurses von Präsident Recep Tayyip Erdogan. "Es ist einfach die Befürchtung der Unsicherheit", sagte Huber. Dabei gehe es sowohl um politischen Unsicherheiten als auch Unsicherheiten bei Investitionen. 

Der Trilux-Sitz in Arnsberg-Hüsten. Zur Vollansicht bitte oben rechts klicken.

Unter den gegenwärtigen Umständen würden die Trilux-Mitarbeiter keine Dienstreisen in die Türkei unternehmen. Die Entscheidung, die Investition in der Türkei auf Eis zu legen, sei bei Trilux im ersten Halbjahr des laufenden Jahres gefallen. 

Trilux stellt Leuchten für Großkunden zum Beispiel in den Bereichen Büro, Schulen, Industrie und Einzelhandel her. Die Palette umfasst sowohl Innen-, als auch Außenbeleuchtung. Allein am Hauptstandort Arnsberg hat die Gruppe mehr als 1500 Mitarbeiter, weltweit sind es über 5000. - dpa

Quelle: wa.de

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