Straßenkarneval in NRW: Weniger Jecken unterwegs - Sturmtief und viel Polizei

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[Update 14.20 Uhr] NRW - Regen, Sturm, Orkan - die feiernden Narren sollen dieses Mal an Weiberfastnacht vom Regen in die Traufe kommen. Dennoch feierten sie am Donnerstag erstmal genauso ausgelassen wie immer zu Beginn des Straßenkarnevals.

Trotz Sturmwarnung hat am Donnerstag in den närrischen Hochburgen der Straßenkarneval begonnen. In Köln etwa schunkelten und sangen die Jecken auf dem Heumarkt in der Altstadt. In Düsseldorf versammelte sich das närrische Volk vor dem Rathaus. Trotzdem: In Köln sind dieses Jahr an Weiberfastnacht weniger Jecken unterwegs als in den vergangenen Jahren. Die Stadtverwaltung schätzte die Zahl der Feiernden für den Nachmittag auf gut 20.000, Tendenz steigend. Die Polizei beschrieb die Lage als ruhig. 

"Es scheint so, dass sich doch Leute von den Wetterwarnungen haben abhalten lassen", sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann am Donnerstag. Ab dem Nachmittag muss laut Deutschem Wetterdienst mit Regenschauern und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 105 und 110 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Für den Abend erwarten die Meteorologen sogar Orkanböen. Die Stadt Köln bat die Bevölkerung, Waldgebiete und Parkanlagen zu meiden, und schloss die Friedhöfe. 

Gut sichtbar waren die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen etwa in Form von Betonsperren auf den Straßen. Dies geschieht aus Vorsorge gegen Terrorattacken wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. Der Feierlaune tat dies anscheinend keinen Abbruch.

Im Rheinland und anderswo beginnen an Weiberfastnacht oder Altweiber traditionell die tollen Tage. Auch diesmal nahm das Treiben um 11 Uhr 11 seinen vielfach erprobten Lauf. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus und nahmen den Bürgermeister gefangen. In Köln eröffnete das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau um 11.11 Uhr den Straßenkarneval. Die Stadtschlüssel musste sich das Dreigestirn nicht mehr aneignen, sie befinden sich bereits seit Mitte Januar in seinem Besitz. Am Abend vor Aschermittwoch gibt es sie dann an Oberbürgermeisterin Henriette Reker zurück.

Mehrere Veranstaltungen bereits abgesagt

Einige Veranstaltungen wurden bereits abgesagt, zum Beispiel eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz in Bonn, der Weiberfastnachtsumzug in Welver, sowie kleinere Veranstaltungen in Engelskirchen im Bergischen Land und im Stadtteil Saarn von Mülheim an der Ruhr. In Düsseldorf wollen die Karnevalisten am Donnerstagmorgen kurzfristig entscheiden, ob das Programm aufgrund der Sturmgefahr verkürzt wird. In Köln sollen alle Karnevalsveranstaltungen wie vorgesehen stattfinden. - dpa 

Quelle: wa.de

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