Wildunfälle - NRW-Verkehr bleibt für Rehe ein gefährliches Pflaster

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Zahl der Wildunfälle in Niedersachsen gestiegen

Dortmund - Im vergangenen Jagdjahr ist fast jedes dritte Reh aus der Wildstatistik in Nordrhein-Westfalen von einem Auto "erlegt" worden. "In keinem anderem Land ist der Anteil so hoch wie in NRW", sagte Andreas Schneider vom Landesjagdverband.

Insgesamt starben laut Jagdstatistik 2016/2017 rund 26 500 Rehe im Straßenverkehr, das sind ungefähr so viele wie im Jahr zuvor.

Vor allem durch Autos und Lastwagen kamen zudem 2660 Wildschweine und 340 Damhirsche ums Leben. Bundesweit registrierte die Polizei mehr als 228 000 Wildunfälle. Ein Jagdjahr dauert vom 1. April bis zum 31. März.

Gefahr bei Zeitumstellung im Frühling und Herbst

"NRW ist der größte Ballungsraum in Europa und der Verkehr spielt natürlich eine große Rolle", sagte Schneider. Tiere und auch Autofahrer seien vor allem im Frühjahr und im Herbst in Gefahr, wenn die Zeit umgestellt werde. "Dann sind die Pendler zur selben Zeit unterwegs wie die Tiere, die sich auf den Weg zu den Futterstellen machen."

Auch der Mai sei riskant: "Mit den neuen Ricken werden die älteren Jungtiere vertrieben", erklärte Schneider. "Sie gehen dann ihre eigenen Wege, um neue Reviere zu suchen. "Und die führen dann oft über die Straße." 

Bundesweit kommen jedes Jahr nach Angaben des Bundesjagdverbandes bis zu 20 Menschen bei Wildunfällen ums Leben, etwa 2500 werden verletzt. Die Bundeszahlen wurden anlässlich einer Fachtagung zur Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren in Hannover vorgestellt, die an Leitpfosten am Straßenrand angebracht sind und Schweinwerferlicht reflektieren.

Rund 200 Experten trafen sich dazu am Rand der Messe Pferd & Jagd. Nach Zahlen der Versicherer gab es 2016 mehr Wildunfälle als je zuvor. - dpa

Quelle: wa.de

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