250 000 Todesfälle pro Jahr

Windkraft auf Waldflächen: zusätzliche Gefahr für Fledermäuse

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Das Bundesamt für Naturschutz in Bonn.

Bonn - Der Windkraft-Ausbau auch auf Waldflächen bringt die heimischen Fledermäuse zunehmend in Gefahr. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN).

Der Wald spiele für die meisten Fledermausarten im Land als Wochenstube, Jagdrevier und Winterquartier eine sehr große Rolle, erklärte BfN-Präsidentin Beate Jessel. Inzwischen würden zunehmend auch Waldflächen genutzt, um die Ziele beim Ausbau regenerativer Energien zu erreichen, teilte das Bundesamt mit.

Das Bundesamt hatte in seiner Studie untersucht, wie Fledermäuse den Wald als Lebensraum nutzen. Darauf basierend wurden Leit-Empfehlungen zur Erstellung von Fledermaus-Gutachten, zum Schutz des Lebensraums von Fledermäusen und zur Vermeidung von Kollisionen mit Windrädern entwickelt.

Je nach Art geht es etwa um das zeitweise Abschalten von Anlagen, die Berücksichtigung von Abständen zwischen Rotoren und Kronendach des Waldes und um den Schutz alter Waldbestände. Zielgruppe der Empfehlungen sind Behörden und die Träger von Vorhaben.

Alle 25 in Deutschland lebenden Fledermausarten sind streng geschützt. Nach Schätzungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin kommen aber rund 250 000 Fledermäuse pro Jahr an Windkraftanlagen in Deutschland um. - dpa

Quelle: wa.de

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