Am "Schneewittchenhang" in Winterberg

Auto fährt sich auf Skipiste fest: Fahrer hat zweifelhafte Begründung - Feuerwehr muss ausrücken

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Kurioser Einsatz für die Feuerwehr im Sauerland: In Winterberg hat sich in der Nacht zu Dienstag ein Auto festgefahren - auf einer Skipiste. Die Begründung des Fahrers, wie er dorthin gekommen ist, wirkt zumindest zweifelhaft.

Winterberg - "Die Skisaison hat in Winterberg noch nicht begonnen, da musste die Feuerwehr bereits in das Skigebiet ausrücken", teilte die Winterberger Feuerwehr am Dienstagvormittag mit.

Der Löschzug Winterberg wurde demnach gegen 4.42 Uhr zu einem "winterlichen Einsatz" im Bereich des "Schneewittchenhangs" alarmiert. Auf der dortigen Skipiste fanden die Einsatzkräfte ein Auto vor, das sich festgefahren hatte. 

Wagen bleibt in Schneehaufen stecken

"Dieser war über den Großraumparkplatz und das Biathlonstadion auf die Skipiste gefahren und letztendlich in einem Schneehaufen stecken geblieben. Aufgrund der Örtlichkeit war die Bergung des Fahrzeugs durch ein Abschleppunternehmen nicht möglich", heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr.

Glück für den Autofahrer: Mit ihrem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) gelang es der Feuerwehr, das Auto über einen noch befahrbaren Wirtschaftsweg zu erreichen. Mithilfe der Seilwinde des Fahrzeugs zogen die Einsatzkräfte den Wagen dann wieder auf einen befestigten Weg. 

Fahrer soll von Navi fehlgeleitet worden sein

Doch wie war das Auto überhaupt in das Skigebiet in Winterberg gekommen, fragten sich wohl nicht nur die neun Feuerwehrleute, die im Einsatz waren: "Auf Nachfrage gaben die aus dem Ruhrgebiet stammenden Personen an, von dem Navigationsgerät auf die Skipiste geleitet worden zu sein", berichtet die Feuerwehr. Dass diese Begründung zumindest zweifelhaft war, beweist die Tatsache, dass die Stadt Winterberg nach Angaben der Feuerwehr "die Kostenpflichtigkeit des Einsatzes gegenüber dem Verursacher" prüfen wird. 

In der vergangenen Woche gab es in Winterberg bereits einen Feuerwehr-Einsatz den gegebenenfalls der Verursacher zahlen muss: Ein 59-jähriger Mann hatte offenbar absichtlich einen Fehlalarm ausgelöst, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus. Am vergangenen Wochenende wurde im Sauerländer Wintersportort eine 78-jährige Frau von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Die Fahrerin tat das offenbar mit voller Absicht.

Quelle: wa.de

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