Entwicklung gegen den bundesweiten Trend

Zahl der Hilfsempfänger steigt in NRW auf 2,2 Millionen

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Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen brauchen gegen den bundesweiten Trend mehr Menschen staatliche Hilfe zur Sicherung des Existenzminimums. Ihre Zahl stieg zum Jahresende 2016 um 0,7 Prozent auf 2,2 Millionen, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Bundesweit sank die Zahl staatlicher Hilfen zum Lebensunterhalt dagegen um 1,6 Prozent auf 7,9 Millionen.

Als Grund für den bundesweiten Rückgang nannte das Statistische Bundesamt vor allem abgeschlossene Asylverfahren. 

Der Anstieg in NRW um 14 000 Menschen im Vorjahresvergleich sei vor allem auf die Zunahme der Hartz-IV-Empfänger zurückzuführen, so das Landesamt. Allerdings sei der Zuwachs geringer ausgefallen als in den Vorjahren. 

In Nordrhein-Westfalen erhielten nach Angaben des Landesamts drei Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum Hartz IV. Ihre Zahl stieg in NRW um 48 000 auf 1,65 Millionen. 

Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung bezogen rund 267 000 Menschen (minus 0,2 Prozent). Leistungen als Asylbewerber erhielten 191 000 Menschen (minus 14,6 Prozent). 

Weitere 38 000 Menschen (minus 2,1 Prozent) erhielten sogenannte Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen.

Die Entwicklung verlief kommunal sehr unterschiedlich: Während Remscheid 7,6 Prozent, Kleve 6,9 Prozent und Duisburg 5,9 Prozent mehr Empfänger staatlicher Finanzstützen auswiesen, waren es in Rheurdt 35,4 Prozent und in Bedburg-Hau 12,8 Prozent weniger. 

Düsseldorf verzeichnete einen Anstieg von 1,2 Prozent. - dpa

Quelle: wa.de

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