Zusätzliche Studienplätze für Soziale Arbeit und Grundscholpädagogik

2602 "Erstis" starten in Siegen ins Wintersemester 18/19

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Die Erstsemester wurden am Montagnachmittag in Audimax offiziell begrüßt. 

Siegen.  Das Laub fällt dieser Tage bunt von den Bäumen und der Campus füllt sich nach und nach wieder mit Leben: Die Uni Siegen ist ins Wintersemester 2018/19 gestartet. 2602 Erstsemester stürzen sich in Siegen ins Studentenleben - und auch die Gesamtzahl der Studierenden bleibt mit mehr als 19.000 weiter auf einem hohen Niveau. Zahlen, Daten und Fakten zum neuen Semester gab es am Montag von der Uni Siegen, dem Studierendenwerk und Bürgermeister Steffen Mues.

„Die Universität Siegen ist in den vergangenen Jahren massiv gewachsen“, so Prof. Dr. Michael Bongardt, Prorektor für Studium, Lehre und Lehrerbildung. Allerdings sei die Gesamtzahl der Studierenden in Vergleich zum vergangenen Jahr leicht (1,7 Prozent) gesunken – das sei demografisch aber nicht verwunderlich. Viele recht „volle Semester“ seien mit ihrem Studium fertig geworden. Einen Zuwachs von drei Prozent habe es dagegen bei den Erstsemestern gegeben.

Um weiterhin für möglichst viele Studierende attraktiv zu bleiben, habe man außerdem einige Maßnahmen ergriffen und an einigen Stellschrauben gedreht, berichtete Bongardt. In den Studiengängen Bachelor „Soziale Arbeit“ (50 Prozent mehr Plätze) und „Grundschulpädagogik“ habe die Uni ihre Kapazitäten deutlich erhöht und zusätzliche Studienplätze geschaffen. Damit wolle man zum einen auf die Nachfrage der Studierenden reagieren, aber auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. „Die gute Resonanz gibt unserer Entscheidung Recht.“

Der Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ (mit 458 Studierenden auf Platz 1) und auch die Grundschulpädagogik stehen in diesem Semester bei den Studierenden ganz oben auf der Beliebtheits-Skala, erläuterte Philipp Schmidt, Leiter des Referats Studierendenservice. Die meisten Frauen entscheiden sich für „Soziale Arbeit“, ihre männlichen Kommilitonen schrieben sich am häufigsten für BWL ein. Große Nachfrage herrschte auch beim Bachelor-Studiengang Psychologie, der zum Wintersemester erstmals gestartet ist: Insgesamt 1430 Bewerbungen für 67 Studienplätze gingen ein. Auch habe man deutlich stärker gezielt für die Universität geworben, erklärte Bongardt. Außerdem haben die ersten 25 Medizinstudenten in Bonn mit dem Studium begonnen: „Nachdem viel geplant, diskutiert und geredet wurde, ist es jetzt richtig losgegangen.“ Auch hier war die Resonanz riesig: Rund 2500 Absolventen hatten sich beworben.

Detlef Rujanski, Geschäftsführer des Studierendenwerks Siegen, resümierte zum Semesterstart das vergangene Uni-Jahr, das aufgrund der Sanierung des AR-Campus und des Neubaus der Mensa am Unteren Schloss ein spannendes gewesen sei. „Alle Beteiligten haben sich arrangiert.“ Er sei aber dennoch froh, wenn 2020 alles abgeschlossen sei.

Im Wohnheim-Bereich sehe es gerade zum Semesterstart wie gewohnt eng aus – derzeit seien alle Plätze belegt. Man wolle aber, wie bereits angekündigt, den Studierenden künftig in die Stadt folgen.

„Es freut uns, dass die Nachfrage weiterhin auf sehr hohem Niveau stattfindet“, so Kanzler Ulf Richter. Der Hochschulpakt von Bund und Ländern, der ursprünglich für den doppelten Abiturjahrgang geschlossen wurde, solle künftig fortgesetzt werden. „Wir achten darauf, dass dieser Pakt uns auch in Zukunft die Ressourcen zur Verfügung stellt, die wir brauchen.“ Auch in Sachen „Masterplan“ verfolge man weiter das Ziel, die beiden Standorte Haardter Berg und Innenstadt auszubauen und weitere Fakultäten in die Stadt umzusiedeln. Dieses Ziel werde weiterhin vom Land unterstützt.

Bürgermeister Steffen Mues betonte, dass der Standort der Uni Siegen am Unteren Schloss eine „hohe Bedeutung für die Stadtentwicklung“ habe. Gerade die Kooperation mit Karstadt sei ein positives Beispiel dafür, „was universitäre Maßnahmen in einer Stadt ausmachen können“. Die Uni in der Stadt habe viele neue Impulse gesetzt und auch die Leerstände seien zurückgegangen – dabei käme die Masse mit weiteren Fakultäten und der Fertigstellung der Mensa am Obergraben ja erst noch.

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