"Frauen gehören hinter den Herd":  Taxifahrer beleidigt und bedroht drei Polizistinnen

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Niederschelden. Zu einem relativ "einfachen" Verkehrsunfall wurden Beamtinnen der Wache Weidenau am Montag (26. August) gegen 16.50 Uhr in die Siegtalstraße gerufen.

Der Unfall selbst war eigentlich der Rede nicht wert. Zwei Fahrzeuge waren zusammengestoßen, keine Person verletzt - ein Bagatellschaden. "Was sich aber dann während der Unfallaufnahme entwickelte, ist schon befremdlich und kommt nicht alle Tage vor", heißt es im Polizeibericht. 

Wie in jedem Beruf üblich, sind auch bei der Polizei Auszubildende auf den Streifenwagen mit dabei. Die Unfallaufnahme erfolgte durch zwei Beamtinnen, die mit ihrer Auszubildenden Streife fuhren. Schon während die Polizistinnen sich den Unfallhergang schildern ließen, verlor ein beteiligter 42-jähriger Taxifahrer jeden Respekt und mischte sich in die Unfallaufnahme ein. Es ging ihm alles nicht schnell genug und nach seiner Ansicht, war der Unfallhergang vollkommen klar.

Klar war der Unfallhergang aber nur aus seiner Sicht und als die Beamtinnen ihm eröffneten, dass er eventuell Schuld an dem Unfall habe, rastete er vollkommen aus. Auf das Übelste beleidigte und bedrohte er die drei Polizistinnen mit den übelsten Aussagen. Er wurde sehr aggressiv und behauptete, dass die Beamtinnen den "falschen" Job hätten, Frauen bei der Polizei sowieso nicht zu suchen hätten, sondern hinter den Herd gehörten, um zu kochen. Eine geordnete Unfallaufnahme war somit nicht mehr möglich.

Der Taxifahrer steigerte sich so in Rage, dass er anfing, die Polizistinnen weiter zu bedrohen und ließ sich zu der Aussage hinreißen, dass "sie schon merken würden, was sie davon haben und man sich immer zweimal im Leben sieht." Er wollte "die richtige Polizei", da "Frauen in diesem Job nichts verloren haben."

Nun erwartet den 42-Jährigen von der "richtigen Polizei" eine Anzeige wegen Bedrohung. Zudem soll geprüft werden, ob der Mann überhaupt zum Taxifahren geeignet ist.

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