Allumfassende Kunst

Ursula Blanchebarbe - Doktor- und Professortitel sind vor ihren Namen zu setzen. Einen hohen Stellenwert genießt ihr wissenschaftlicher Arbeitsbereich in Siegen, als Direktorin des Instituts Museen der Stadt Siegen ist sie im Siegerlandmuseum in gut zwei Monaten 20 Jahre tätig, zudem von 1993/94 als Leiterin des Ausstellungsforums Haus Oranienstraße.

Ein großes Tätigkeitsfeld mit viel Verantwortung und Verpflichtung umfasst diesen Bereich: wissenschaftliche Planung, Präsentation von Dauer- und Sonderausstellungen, Regional- und Wirtschaftsgeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte mit Herausgabe begleitender Publikationen und museumsdidaktischer Aufarbeitung.

Weitere Arbeitsbereiche kommen für die charmante und aufgeschlossene Museumsleiterin hinzu - die Vorbereitung von Ankäufen, deren Präsentation und Veröffentlichung, gutachterliche Stellungnahmen, Beobachtung und Förderung von Kunst und Künstlern. Und im administrativen Arbeitsbereich zählen Führungs- und Leitungsaufgaben mit Sammlern, Spendern, Förderern, Galerien, Medien, kulturtreibenden Vereinen und Verbänden, den Universitäten und Hochschulen dazu. Und natürlich die Weiterentwicklung des bisherigen Museumskonzeptes, dort oben im Oberen Schloss. Manchmal sind es sogar mehr als 60 wöchentliche Arbeitsstunden.

Zu Frau Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe, knapp die 50 Jahre überschritten, ist zudem ihr Lehrauftrag im Fachbereich Gestaltung (Fach Kunstwissenschaft - Gestaltung der Medientheorie) an der Fachhochschule Bielefeld, seit Wintersemester 1992/93 erwähnenswert. Danach erfolgte ihre Ernennung zur Honorarprofessorin.

Siegens Museumsleiterin studierte an der Uni Köln bis 1984 Kunstgeschichte, Theater-, Fernseh- und Filmwissenschaften, Soziologie, war zugleich Wissenschaftliche Assistentin am Institut für empirische Sozialforschung der Uni Köln, 1981 Magister Artium, 1983 Promotion, fließend in Wort und Schrift französisch und englisch, Grundkenntnisse in italienisch und spanisch. 1984 erfolgte die Auszeichnung der Dissertation für Geschichte und Kultur mit dem Paul-Clemen-Stipendium des Landschaftsverbandes Rheinland.

Prof. Blanchebarbe über ihre Arbeit fürs Siegerland: "Die Ausstellungen haben sich im Laufe der Jahre vermehrt, es sind Klassiker wie Picasso und Goya dazu gekommen. In Vorbereitung ist das Trio Daumier, Delacroix, Gericault für Anfang 2011. Die Kooperationen haben sich ausgeweitet bis nach Brasilien. Dort haben wir in den vergangenen drei Jahren Teile unserer Rubens-Sammlung (Grafik) mit großem Erfolg zeigen können.

Im Urlaub ist sie oftmals fern unterwegs, durchstreifte den Jemen, auch Nepal (bis 6000 Meter Höhe auf einen Vorgipfel des Kanchenjunga, des dritthöchsten Berges) oder den Tibet.

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