Auf dem Areal der alten Feuerwache nimmt der "Zentrale Bauhof" Gestalt an

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Hier entsteht ein zweigeschossiges Gebäude für die Stadtreinigung mit Fahrzeughallen im Untergeschoss.

Siegen. Lange hat es gedauert, doch nun nimmt das größte, städtische Bauprojekt der letzten Jahre endlich Fahrt auf.

Auf dem Areal der ehemaligen hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache in der Fludersbach wurde in der vergangenen Woche der Grundstein für den Zentralen Bauhof der Stadt Siegen gelegt.

Die ersten Planungen, die Bauhöfe der Grünflächenabteilung und der Stadtreinigung zu zentralisieren, gab es bereits vor rund zehn Jahren, als die Feuerwache ihren neuen Standort in Weidenau bezog und die Flächen in der Fludersbach leer standen. 2011 gab der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht. Eine längere Planungsphase war von Beginn an vorgesehen, das Bauvorhaben selbst haushaltsverträglich auf mehrere Jahre angelegt. „Dann kam uns aber das Konjunkturpaket II dazwischen, so dass andere Bauvorhaben dringlicher abgearbeitet werden mussten, damit wir die Fördermittel verwenden konnten“, erläuterte Bürgermeister Steffen Mues am Donnerstag beim Pressegespräch in der Fludersbach. 

Grundsteinlegung: v.li. Jörg Heide (Zentrale Gebäudewirtschaft Stadt Siegen), Steffen Mues und Georg Heimes (Firma Behle).

Im Jahr 2015 ging es dann aber los. Der Verwaltungstrakt und die alte Leitstelle wurden abgerissen. Von der alten Feuerwache blieb nur das Gebäude an der Straße erhalten. Dieses wurde bis 2016 für rund 800.000 Euro renoviert und von der Stadtreinigung bezogen. Eine erneute Verzögerung entstand 2018, als sich beim Start des dritten Bauabschnittes herausstellte, dass der Untergrund aufwändig tragfähig gemacht werden musste, indem, durch ein spezielles Verfahren Schotter in den Boden eingetrieben wurde. Aus dem Erdrücken drang außerdem Hangwasser. Auch hier musste eine Lösung gefunden werden. Das Wasser wird nun aufgefangen und für den Betrieb der Kehrmaschinen oder im Sommer zum Gießen der Grünflächen genutzt. Weniger Fahrstrecke -kürzere Wege Nun fiel also der Startschuss zum letzten Abschnitt: dem Bau von zwei neuen Gebäuden, die nach der Fertigstellung das Projekt „Zentraler Bauhof“ abschließen. 

Auf einer Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern entsteht ein zweigeschossiges Gebäude für die Stadtreinigung mit Fahrzeughallen im Untergeschoss. Auf der Etage darüber entstehen Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. In der neuen Halle ist Platz für sieben Müllfahrzeuge sowie für zwei Kehrmaschinen. Auch beim zweiten Neubau liegt die Bewehrung bereits: Dort entsteht eine Werkstatt für Groß- und Kleingeräte der Grünflächenabteilung mit einer Wartungsgrube und einer zweiten Waschhalle für kleinere Fahrzeuge. Derzeit ist die Grünflächenabteilung im ganzen Stadtgebiet verteilt. Künftig gilt: weniger Fahrstrecke, kürzere Wege. „Das ist nicht nur klimafreundlich, sondern spart Pendelkosten von vielen Tausend Euro pro Jahr“, so der Bürgermeister abschließend

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