Dachkonstruktion für Hörsaal- und Seminarzentrum

Bauarbeiten laufen auf Hochtouren: Herzstück für den Campus Unteres Schloss

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Die Bauarbeiten für das neue Hörsaal- und Seminarzentrum im Karstadt-Gebäude laufen auf Hochtouren. Derzeit entsteht eine neue Dachkonstruktion.

Siegen. Die Bauarbeiten für das neue Hörsaal- und Seminarzentrum der Uni Siegen im Karstadt-Gebäude laufen auf Hochtouren. Derzeit entsteht eine neue Dachkonstruktion, zum Wintersemester 2020 ist die Nutzung geplant.

Es braucht nicht mehr viel Fantasie, um zu erahnen, welchen Blick Studierende, Lehrende und Bürger genießen dürfen, wenn sie in naher Zukunft das Foyer des neuen Hörsaal- und Seminarzentrums der Universität Siegen betreten.

Noch herrscht in der oberen Etage des Karstadt-Warenhauses zwar der rustikale Charme eines Rohbaus, doch schon jetzt fällt der Blick aus dem Foyer automatisch auf den Schlossplatz und das Untere Schloss. Das bringt auch den Architekten Rainer Oestereich-Rappaport ein wenig ins Schwärmen: „Das Foyer ist für mich das Herzstück mit einem fantastischen Blick auf den Schlossplatz. Es wird einer der schönsten Räume, die wir in Siegen haben.“

Wo derzeit noch Bauarbeiter und Gerüste das Erscheinungsbild prägen, sollen zum Wintersemester 2020/21 Studierende und Lehrende übernehmen. Für insgesamt rund 20 Millionen entsteht in historischer Umgebung ein modernes Hörsaal- und Seminarzentrum. Ein großer Hörsaal für knapp 600 Personen – das entspricht in etwa dem Audimax am Adolf-Reichwein-Campus –, zwei kleinere Hörsäle für 200 Personen, sieben Seminarräume für 40 bis 80 Personen und eben jenes 280 Quadratmeter großer Foyer, das für Veranstaltungen genutzt werden kann, sind die wichtigsten Kennzahlen. Insgesamt können künftig in dem komplett barrierefreien Gebäude bis zu 1350 Menschen gleichzeitig arbeiten und lernen.

„Das ist ein ganz wesentlicher Schritt für die Uni. Der Campus an sich ist schon sehenswert, jetzt punktet er aber auch in besonderer Weise hinsichtlich Aufenthalts- und damit Lebensqualität für Hochschule und Stadt gleichermaßen“, sagte Uni-Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart im Rahmen einer Pressekonferenz – auch mit Blick auf die ebenfalls im Entstehen befindliche neue Mensa.

Die Bauarbeiten befinden sich voll im Zeitplan, sind aber nicht ganz unkompliziert. Im Oktober 2018 wurde die Technik des obersten Stockwerks vom restlichen Gebäude getrennt, während der Betrieb bei Karstadt weiterlief. „Wir sind mit der Aufgabe angetreten, aus einem Organismus zwei lebende Wesen zu machen“, beschrieben Reinhard Quast und Dominik Fuß von der ausführenden Baufirma Quast das Unterfangen. Die Rolltreppe musste aus dem Gebäude weichen, eine neue Treppe zog rein.

Nach der Entkernung und der Entfernung der Fassade wurde im Februar 2019 das Dach aufgebrochen. Die Dachbalken aus den 1970er Jahren werden als Reminiszenz an das Warenhaus erhalten bleiben. Derzeit läuft die Montage des neuen Dachs, dabei wird auch die neue Technik installiert, die die Nutzung modernster LED-Wände oder eine Schwerhörigen-Anlage ermöglicht.

Läuft weiterhin alles nach Plan, können Studierende und Lehrende im August 2020 das neue Hörsaal- und Seminarzentrum beziehen.

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