Bilanz nach dem Sturm: 900 Einsatzkräfte haben in Siegen-Wittgenstein knapp 270 Einsätze "abgearbeitet" 

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Siegerland/Daaden/Kirchen/Niederfischbach. Das Sturmtief Eberhard ist gestern über die Region hinweg gefegt und hat einiges an Schäden hinterlassen. Auch heute Morgen (11. März) gibt es noch zahlreiche Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr.

Etwa 900 Einsatzkräfte haben gestern knapp 270 Einsätze im Kreis Siegen-Wittgenstein abgearbeitet. "Glücklicherweise sind uns keine Verletzten oder schwere Schäden bekannt. In Abstimmungen mit den Städten Netphen und Siegen wurden in diesen Städten aufgrund der Einsatzhäufungen die Sirenen ausgelöst", heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises am Montagmorgen. Da einzelne Straßen noch bis zur Inaugenscheinnahme im Tageslicht gesperrt bleiben, könne es heute noch zu Umleitungen/Verzögerungen kommen. Auch im Bahnverkehr könne es noch zu Verzögerungen kommen.

14 Einsätze in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf

In der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf mussten die Einheiten Daaden, Dermbach, Derschen, Herdorf, und Weitefeld 14 Einsätze abarbeiten. Neben einer Stromleitung, die auf die Fahrbahn gefallen war und diversen Bäumen die umgestürzt waren, unter anderem auf die Strecke der Daadetalbahn in Biersdorf, hat das Sturmtief auch einen Einkaufswagenunterstand in Herdorf einstürzen lassen. Die K110, die sogenannte „Sandkaute“, wurde in Absprache mit der Straßenmeisterei und Polizei vollgesperrt, ein Entfernen der umgestürzten Bäume war zu gefährlich. Insgesamt waren die fünf alarmierten Einheiten knapp vier Stunden im Einsatz, dauerhaft unterstützt vom Personal der Feuerwehr-Einsatz-Zentrale.

Gebäudebrand in Brachbach

In der Verbandsgemeinde Kirchen waren rund 150 Einsatzkräfte und alle 10 Löschzüge im Einsatz. Die Kräfte wurden zu 34 Einsätzen gerufen. Neben vielen umgestürzten Bäumen, abgerissenen Stromkabel und damit verbundenen Stromausfällen waren zwei Einsatzstellen „besonders“: Während den bereits laufenden Unwettereinsätzen wurden die Kräfte der Feuerwehr darüber informiert, dass in Brachbach ein Feuer in einem Gebäude ausgebrochen sei. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte ein Brand im Keller sowie im Bereich des Dachstuhls bestätigt werden. Die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr konnten unter schwerem Atemschutz den Brand schnell löschen und so eine Ausbreitung auf das restliche Gebäude verhindern. Über Schadenshöhe oder die genaue Ursache können keine Angaben gemacht werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Brachbach, Mudersbach, Niederschelderhütte, Wehbach und Kirchen. 

Zeitintensivster Einsatz in Niederfischbach

Der am zeitintensivste Einsatz des Tages wartete in Niederfischbach auf die Einsatzkräfte. Eine große Birke drohte aufgrund des Sturms in ein Wohnhaus zu stürzen. Erst mit Hilfe eines Spezialunternehmens mit einem Hubgerät und entsprechenden Hilfsmitteln konnte der Baum nach und nach abgetragen werden. Bis dahin sicherte die Feuerwehr die Einsatzstelle ab. Ein größerer Gebäudeschaden konnte so abgewendet und verhindert werden. Im Einsatz war dort der Löschzug Niederfischbach. 

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