CHE-Studie: Immer mehr Studierende nehmen in Siegen den Bus zur Uni

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In Siegen fahren über 70 Prozent der Studierenden mit dem Bus zur Uni.

Siegen. Zum Semesterstart werden sich die knapp drei Millionen Studierenden in Deutschland wieder häufiger auf den Weg zu ihrer Hochschule machen.

Das Auto verliert dabei als Verkehrsmittel an Bedeutung: Nur noch ein Viertel der Studierenden fährt regelmäßig mit einem Kfz zur Uni oder FH – in Siegen sind es rund 41 Prozent. Im Vergleich zu 2003 ist dies jedoch ein Rückgang um 20 Prozent.

Eine aktuelle Auswertung aus dem CHE Hochschulranking (Centrum für Hochschulentwicklung mit Sitz in Gütersloh) beleuchtet die von den Studierenden für den Weg zu ihrer Hochschule genutzten Verkehrsmittel im Zeitvergleich der Jahre 2003 und 2018.

Auf Platz 1 der Verkehrsmittel zur Hochschule war schon 2003 und bleibt auch heute der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Der Anteil der Nutzer stieg sogar im betrachteten Zeitraum noch durchschnittlich um 3 Prozentpunkte auf nun 56 Prozent. Besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München aber auch in Essen und Bochum nutzen jeweils über 80 Prozent der Studierenden Bus und Bahn für den Weg zu ihrer Alma Mater.

Eine größere Veränderung im Zeitvergleich zeigt sich bei den Autonutzern. Während im Jahr 2003 noch ein gutes Drittel der Studierenden (36 Prozent) angab, im Normalfall mit dem Kfz zur Hochschule zu fahren, ist es heutzutage nur noch ein Viertel (25 Prozent).

„Die Verkehrsmittelnutzung spiegelt offenbar infrastrukturelle Merkmale wider“, meint Sonja Berghoff, Expertin für Empirische Methoden im CHE. „Die Einführung von Semestertickets und die Schaffung campusnahen oder zumindest mit ÖPNV gut angebundenen Wohnraums für Studierende wird sicherlich dazu beigetragen haben, dass wir einen deutlichen Rückgang bei der Kfz-Nutzung sehen. Vielleicht sind die Studierenden heute aber auch klimabewusster“, meint Berghoff.

Auch in Siegen ist die Nutzung des ÖPNV gestiegen. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie deutlich. Bereits 2003 nutzten 58,9 Prozent der befragten Studierenden den öffentlichen Nahverkehr; im Jahr 2018 sind es sogar 71,9 Prozent.

An zweiter Stelle kommt in Siegen immer noch das Auto beziehungsweise das Motorrad mit 41,3 Prozent (2003: 60,5 Prozent). In etwa gleich geblieben ist die Zahl der Studierenden, die zu Fuß zur Uni gehen. 2018 sind es 28,9 Prozent (2003: 20,4 Prozent). Nicht wirklich überraschend ist das Ergebnis in puncto Fahrrad. Fuhren 2003 nur sechs Prozent mit dem Rad zum Hörsaal, waren es 2018 sogar nur 1,1 Prozent, die zur Uni radelten.

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