Einsatz vor laufender Kamera: Ab Montag gehen die Polizisten im Kreisgebiet mit Bodycams auf Streife

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Jana Koch und Alexander Caspari freuen sich, dass die Bodycams ab Montag zum Einsatz kommen. Sie haben die Kameras bereits in der Pilotphase getestet und fühlen sich dadurch ein Stück sicherer.

Siegen. Das zweijährige Pilotprojekt ist abgeschlossen, die Ergebnisse ausgewertet und die geeignetste Technik ausgewählt: Ab Montag, 4. November 2019,  tragen alle Polizei-Beamten des Kreises Siegen-Wittgenstein im Streifendienst Bodycams.

Siegerland – Die Beamten tragen die Bodycams mit einem Clip an einer (ebenfalls neuen) schusssicheren Weste. Die Kameras sollen die tägliche Arbeit der Einsatzkräfte sicherer machen. Einschalten können die Beamten die Bodycam in besonderen Situationen zur Gefahrenabwehr. Dabei darf jeder Polizist oder jede Polizistin selbst entscheiden, wann er oder sie die Kamera mitlaufen lässt. 

So könnte der Einsatz in Zukunft dokumentiert werden. Hier eine nachgestellte Szene der Kreispolizeibehörde: 

„Die Pilotphase hat gezeigt, dass die Kameras vor allem bei Einsätzen in der Öffentlichkeit eine große abschreckende Wirkung haben und deeskalierend wirken können“, so Gunnar Hömann, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr. Der Einsatz der Bodycams ist im Polizeigesetz geregelt. Das heißt: Der Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist rechtlich abgesichert. Die Aufnahmen der Bodycams werden in den Behörden auf lokale Rechner übertragen und dabei von der Kamera gelöscht. Sie bleiben 14 Tage auf dem Sicherungsrechner und können zur Gefahrenabwehr oder zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten als Beweismittel genutzt werden. Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein ist derzeit mit 60 Kameras ausgestattet – bis zum Jahr 2020 soll sich die Zahl verdoppeln. In ganz NRW werden rund 9000 Bodycams im Einsatz sein. Das Land NRW gibt dafür rund sieben Millionen Euro aus.

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