700 Unterschriften an Schuldezernenten überreicht

Eltern fordern bessere Busverbindungen nach Setzen

Eltern aus Nieder- und Obersetzen überreichten mehr als 700 Überschriften an Schuldezernent André Schmidt. Sie fordern den Bus nach der 5. Stunde von der Geisweider Grundschule nach setzen wieder einzuführen.

Setzen. Über 700 Unterschriften für bessere Schulbusverbindung nach Setzen überreichten die Eltern aus Nieder- und Obersetzen jetzt an Schuldezernenten André Schmidt. Damit verbunden ist ganz konkret die Forderung an die Stadt Siegen, den Bus nach der 5. Stunde von der Geisweider Grundschule nach Setzen wieder einzuführen.

Zur Zeit werden nach dem neuen Nahverkehrsplan nur eine Hinfahrt und zwei Rückfahrten nach der 4. Stunde oder 6. Stunde angeboten, zum Schuljahresbeginn wurde der Bus nach der 5. Stunde ersatzlos gestrichen.

Der Stundenplan, der alle Kinder der Geisweider Schule betrifft, musste danach ausgerichtet werden. Darüber diskutierten die Eltern am Donnerstagabend (11. Oktober) in einem 90-minütigen Gespräch mit Schuldezernent André Schmidt von der Stadt Siegen, zusammen mit Anja Vogel von der Schulverwaltung, in der Kapellenschule in Obersetzen. Der Wegfall des Schulbusses nach der 5. Stunde führe beispielsweise dazu, dass die Erstklässler im Vergleich zur 1. Klasse im Vorjahr derzeit zwei Stunden weniger Unterricht haben – derzeit 20 statt 22 Schulstunden. So hätten derzeit Erstklässler der Geisweider Schule immer nach der 4. Stunde Schulschluss, weil nach der 5. Stunde eben kein Bus mehr fahre.

20 Stunden seien im Rahmen der Vorgaben, hieß es von André Schmidt. Trotzdem habe sich de facto das Bildungsangebot für die Kinder reduziert. Und falls die Stunden im zweiten Halbjahr wieder dazukommen, werden die Erstklässler voraussichtlich ein oder gar zweimal sechs Schulstunden in der Woche haben. Das erscheint den Eltern und auch den Lehrern pädagogisch wenig sinnvoll für die 6 bis 7-jährigen Schüler, deren Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen bereits nach vier Stunden nachlasse. Ein weiteres Problem entstehe für Kinder mit Förderbedarf, die dann in dem vorgebenen vier- oder sechs-Stundenplan-Korsett eingebaut werden müssten und sie entweder andere Fächer verpassen oder über die 5. Stunde hinaus länger bis zur 6. Stunde bleiben müssen. Dabei erscheine gerade für Erstklässler eine schrittweise Heranführung an längere Schulzeiten über die 5. Stunde sinnvoll.

Im gemeinsamen Gespräch zwischen Eltern und Schuldezernent wurden Argumente ausgetauscht und konkret wurden zwei mögliche Lösungsversuche angestoßen: Möglicherweise kann eine bestehende Busverbindung vom Geisweider Bahnhof nach Setzen genutzt werden, um passend zum Schulschluss nach der 5. Stunde eine „Schleife“ über die Geisweider Schule am Ruhrst fahren. Eine zweite Variante wäre der Einsatz eines Kleinbusses an zwei Tagen in der Woche. Schmidt versprach, diese Lösungansätze zu prüfen und die Eltern über eine Entscheidung in absehbarer Zeit zu informieren.

Beanstandet wurden von den Eltern auch die Anschlussverbindungen vom Geisweider Bahnhof nach Setzen für Schüler weiterführender Schulen, zum Beispiel mittags von der Bertha von Suttner-Gesamtschule oder vom Fürst Johann Moritz-Gymnasium. Auch diese konkreten Anliegen gaben die Eltern dem Schuldezernenten mit auf den Weg.

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