Elf Unternehmen schließen sich zusammen

Fachkräfte zum Bleiben bewegen: Kampagne „Mein Herz trägt Krone“ soll die schönen Seiten Siegens zeigen

+
Auf der Siegener Stadtmauer am Oberen Schloss haben heute die Vertreter der elf Unternehmen die Kampagne „Siegen – mein Herz trägt Krone“ vorgestellt.

Siegen. "Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah?“ – das haben sich jetzt auch elf Unternehmen aus der Region gedacht. Mit der Kampagne „Siegen – mein Herz trägt Krone“ wollen Sie das Heimatgefühl für die Krönchenstadt verstärken, damit Menschen nicht ihr Glück woanders suchen müssen.

Bei Menschen, die hier leben und arbeiten, soll die Kampagne daher ein positives Gefühl für die Region wecken. Und Menschen, die das Siegerland verlassen haben, sollen dazu gebracht werden, dass sie sich wieder für ihre alte Heimat interessieren und auch zurückkehren.

„Obwohl Siegen alles bietet, was eine lebenswerte Stadt vorhalten sollte, ist die Abwanderung in die Ballungszentren an Rhein, Main und Ruhr erschreckend hoch“, erklärt Sebastian Weber von der Firma Datasec. „Das schwächt die Region, vor allem bei Fachkräften und Auszubildenden. Wir haben uns entschieden, uns damit nicht mehr länger abzufinden.“

Sebastian Weber gab die Initialzündung zur Aktion.


Mit der Vorstellung der Kampagne auf der Siegener Stadtmauer mit direktem Blick auf das Krönchen ist jetzt der Startschuss gefallen. Zunächst wurde eine Instagram-Account eingerichtet. Unter dem Hashtag #meinherztraegtkrone werden zunächst einmal Fotos aus dem Stadtgebiet geteilt. Mit der Kampagne soll Siegenern, Studenten oder hinzugezogenen Menschen näher gebracht werden, dass das Leben im Siegerland schön und vielseitig sein kann.

Positives gegen Siegen-Schelte

Die Kampagnenstarter wollen damit auch ein Zeichen setzen gegen Siegen-Schelten wie von Hanjo Seißler, der 1996 seinen Artikel im Süddeutsche Zeitung-Magazin mit der Überschrift „Was ist schlimmer als verlieren? Siegen!“ versah. „Wir wollen den Menschen in Siegen zeigen, wie schön es hier eigentlich ist“, sagt Weber. Dabei geht es den Unternehmen nicht nur darum, dass die Attraktivität der Jobs im Siegerland für Fachkräfte zu betonen. „Wir wollen auch die Vorteile für die Familie herausstellen“, so Weber. Er betonte im Pressegespräch, dass Siegen gerade in den Punkten der Sicherheit, Kinderbetreuung oder dem Vereinsleben im Vergleich zu größeren Städten punkten könne.

Auch den Standortvorteil als Universitätsstadt wollen die Unternehmen positiv nutzen. „Wenn Studenten, die Siegen verlassen haben, bei späteren Job-Überlegungen auch an Siegen denken, dann ist schon viel erreicht“, erklärt Guido Müller „Wir haben 18.000 Studenten hier. Diese an uns kleben zu lassen, das wäre doch perfekt.“

Bis zum Ende des Jahres wollen die elf Unternehmen ein Kampagnenfahrplan abstimmen. Dabei könne man sich die Einrichtung von Selfie-Points vor Sehenswürdigkeiten in Siegen oder soziale Kampagnen vorstellen. Auch ein modern gestalteter Imagefilm fürs Kino könnte die Vorstellung von Siegen als Stadt aufpolieren. Auch „Rückholaktionen“ an Pendlerbahnhöfen könne man sich vorstellen. Vor Ort wolle man mit den Pendlern, die jeden Morgen Siegen verlassen, ins Gespräch kommen, Auch eine bessere Vernetzung unter Azubis könne ein Mittel zur Imageverbesserung sein, so Weber.

Der Kampagne gehören zurzeit die elf Unternehmen AWO Siegen, Restaurant Bar, das naschwerk, Datasec, Wahl Group, Weisgerber, Porsche Zentrum Siegen, Diakonie Südwestfalen, Maneris AG, Dango & Dienenthal und die , Volksbank in Südwestfalen an. Weitere Unternehmen, die sich anschließen möchten, seien Willkommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare