Veranstaltung soll nun öfter stattfinden

"Fridays for Future" in Siegen: Schüler und Studenten streiken für den Klimaschutz

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Siegen. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ – nicht nur mit diesen Worten setzten sich Schüler und Studenten heute Morgen bei der ersten Siegener „Fridays for Future“-Veranstaltung auf dem Scheinerplatz gemeinsam für eine nachhaltige zukunftsfähige Klimapolitik ein.

Die Klimastreik-Bewegung gibt es weltweit: Schüler und Studenten gehen freitags nicht zur Schule oder in die Uni, sondern kämpfen öffentlich für den Klimaschutz. Vorbild für die Aktion ist die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die seit Monaten freitags die Schule bestreikt. 

In Siegen lief die erste Veranstaltung gut an. Viele junge Menschen kamen mit selbst gebastelten Schildern und Plakaten, auf denen Sätze wie „There is no Planet B“ oder „Es ist Zeit, etwas zu ändern“ zu lesen waren. „Es ist gut, dass es das auch endlich in Siegen gibt“, sagt Nora, Schülerin. „Es wird einfach Zeit – und dann will man natürlich auch dabei sein.“ Organisator Maximilian Langenbeck betont: „Wir rufen allerdings nicht aktiv zum Schwänzen auf. Die Leute kommen auf eigene Verantwortung.“ Allerdings sei ihm natürlich auch bewusst, dass die Veranstaltung so den größten Effekt habe. 

Einige Schulen gaben aber ganz offiziell grünes Licht: Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule war mit dem Bio- und NW-Kurs dabei, der im Unterricht das Thema „Regenerative Energien“ erörtert. Die Schüler der Oberstufe schlossen sich dem Streik ebenfalls an. Begleitet wurde die ungewöhnliche „Exkursion“ naturgemäß auch von einigen Lehrern. Ab sofort soll „Fridays for Future“ in Siegen regelmäßig stattfinden – wenn auch nicht jede Woche, wie Maximilian Langenbeck sagt. Das sei aufgrund des riesigen Aufwands einfach nicht machbar. „Aber gerne, so oft es geht."

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