Gesellenprüfung im Garten- und Landschaftsbau: Siegener Bastian Juffa ist der Beste in NRW

Der 21-jährige Bastian Juffa legte die beste Gesellenprüfung in NRW ab.

Siegen. Abizina julibrissin, Bouteloua, Brugmansia oder auch „Filipendula“ sind keine ausländischen Speisen, sondern botanische Namen vom Seidenbaum, Moskitogras, Engelstrompeten und Mädelsüß.

Und diese sind nur vier vom 600 spezifischen Bezeichnungen von Blumen, Sträuchern, Bäumen, und Gemüse die bei der schriftlichen und mündlichen Gesellenprüfung in Letmathe im Garten- und Landschaftsbau von den Prüfern abgefragt wurden.

Und der, der alles am besten wusste, kommt aus Siegen: Der 21-jährige Siegener Bastian Juffa ist bester Garten- und Landschaftsgärtner in Nordrhein-Westfalen und belegte in der bundesweiten Rangfolge mit der Note 1,4 den siebten Platz.

Angefangen hatte alles vor etwas über drei Jahren. Bastian, Schüler des Evangelischen Gymnasiums in Weidenau hatte schon immer einen Hang zu Blumen und Pflanzen. Während seiner Schulzeit absolvierte er zwei mehrwöchige Praktika bei der Firma Garten- und Landschaftsbau von Stephan Stettner und Peter Hirth in Geisweid. Da Bastian Juffa die Arbeit großen Spaß machte, schmiss er die Schule nach der Mittleren Reife hin und stieg mit 18 Jahren in eine Lehre als Garten- und Landschaftsgärtner bei Stettner & Hirth ein.

Gemeinsam mit dem 17-jährigen Joshua Alberts startete er so seine Ausbildung und für die Firma waren diese beiden jungen Männer die ersten Azubis in der Firmengeschichte. Für Stettner & Hirth waren beide ein Glücksfall: „Sie waren pünktlich, freundlich und strebsam“, sagt Stephan Stettner.

Bastian Juffa lebte sich schnell ein – auch wenn die Arbeit nicht immer einfach war. „Besonders in den Wintermonaten war es schwer für mich. Wir mussten früh aufstehen, weil unsere Firma auch Winterdienst macht, und ich bin auch ein Langschläfer“, so der 21-Jährige. Schon während seiner Ausbildungszeit hat Bastian sich als Seilkletterer ausbilden lassen, damit er auch in Bäume klettern kann, um diese zu schneiden. „Die Sommermonate waren immer die schönsten, denn an manchen Freitagen nach Dienstschluss haben wir in unserer Firma im Garten gegrillt und das versüßte dann auch den Leidensweg der Ausbildung“, erinnert sich Bastian.

Nach drei Jahren Lehrzeit stand nun die Gesellenprüfung an. Der schriftliche Teil fand in Letmathe, der praktische in einer Lehrwerkstatt in Münster statt. Teilgenommen haben Azubis aus dem Märkischen Kreis, Siegerland-Wittgenstein, Kreis Hagen sowie aus dem Sauerland. Bastian Juffa wurde mit der Note 1,4 als Bester in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Für diese guten Leistungen zeichnete die Berufsschule ihn mit Gartenwerkzeug und einem Fachbuch aus. Vom Garten- und Landschaftsverband erhielt Bastian eine Uhr sowie goldenes Abzeichen. Weiterhin bekam er ein Stipendium in Höhe von 7800 Euro, das er in drei Jahren für weitere Lehrgänge abrufen kann.

Und für Bastian Juffa wird es bestimmt noch weiter gehen. Nach zwei Jahren Gesellenzeit hat er die Möglichkeit, den Meister oder Techniker im Garten- und Landschaftsbau zu machen, und dafür bekommt er jetzt schon von seinen beiden Chefs jegliche Unterstützung, „denn solch gute Mitarbeiter die lässt man nicht so einfach gehen“, sagte Stephan Stettner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare