Gladiatoren im Poetry Slam treffen aufeinander: NRW-Meisterschaften in der Krönchenstadt

Organisieren die Veranstaltung in Siegen: v.li. Tristan Kunkel, Jan Schmidt und Andreas Klein.

Siegen. Die NRW-Meisterschaften kommen in die Krönchenstadt:  Am 14. und 15. Oktober, findet in Siegen der „NRW-Slam 2017“ statt und damit die deutschlandweit größte Landesmeisterschaft im Poetry Slam.

An beiden Tagen treffen insgesamt 36 Performance- Künstlerinnen und Künstler aufeinander, um den neuen NRW-Champion zu küren. Poetry Slam ist eine Art Gladiatorenkampf der Off-Literaturszene und schwappte vor knapp 20 Jahren aus den Vereinigten Staaten auch nach Deutschland.

Die Regeln sind gänzlich einfach: Künstler tragen ihre selbstgeschriebenen Texte unter Zeitlimit vor und der Vortrag wird vom Publikum bewertet. Diese besondere Präsentationsform selbstgeschriebener Texte und Gedichte hat eine kultur-, status- und altersübergreifende deutschlandweite Slam-Bewegung entwickelt, die seit 2016 auch als immaterielles UNESCO Kulturerbe zählt. Neben den schon früh abgehaltenen deutschen Meisterschaften im Poetry Slam gibt es seit Ende der 2000er-Jahre auch Slam-Landesmeisterschaften. Die NRW-Meisterschaften gelten als die größten und besten in ganz Deutschland, der Siegener Poetry Slam ist aufgrund seiner Historie mehr als ein fester Bestandteil der hiesigen Kulturszene und zieht nach wie vor die Szene-Stars an.

Am 14. und 15 Oktober treffen diese beiden Superlative aufeinander und sollen dem Land zeigen, warum Siegen als Slam-Hochburg gilt. Hierbei wollen die Veranstalter Andreas Klein, Jan Schmidt und Tristan Kunkel Historie und Moderne verbinden. 36 der besten Bühnenpoeten des Landes treffen in vier Vorrunden in bekannten Event-Kneipen aufeinander:

Samstag, 14. Oktober: Vorrunde 1 im Wolkenkuckucksheim um 19 Uhr; Vorrunde 2 im Wolkenkuckucksheim um 21 Uhr; Vorrunde 3 im Picknicker um 19 Uhr; Vorrunde 4 in der Musikbar Schellack um 21 Uhr

Sonntag, 15. Oktober: Finale im Apollo-Theater, 20 Uhr

Slamstadt Siegen

Fast 15 Jahre ist es her, dass das „dee2“, ein kleiner Siegener lokaler Kulturverein, den Poetry Slam als neuartige Veranstaltungsidee nach Siegen importierte und die ersten Slams im, in erster Linie als Elektro-Club bekannten, Kellergewölbe des „dee2“ veranstaltete.

Von dort aus hat die vormals subkulturelle Slam-Bewegung sämtliche Kulturforen der Stadt erobert. Mittlerweile ist der „Siegener Poetry Slam“ publikumswirksamer Bestandteil der Siegener Sommerfestivals, in der Veranstaltungsreihe LÿzLit gehört der Poesiewettstreit zu den zugkräftigsten Literaturevents und mit der Teilnahme an der Siegener Theater-Biennale hielt der Poetry Slam sogar Einzug in Siegens Musentempel, das Apollo-Theater.

Der Highlander-Slam, an dem ausschließlich die Sieger des vorangegangenen Jahres teilnehmen, war 2009 sogar Teil des größten Festivals der Region „KulturPur“.

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