Schnelles Internet jetzt auch für Feuersbach, Teile von Trupbach und einige Gewerbegebiete

Vor einem Kabelverzweiger im Breitbandausbaugebiet Siegen-Trupbach: (v.l.): Bürgermeister Steffen Mues, Landrat Andreas Müller und Reinhard Rohleder, Regionalmanager Deutsche Telekom.

Trupbach. Siegen gehörte zu den ersten Städten in NRW, die fast flächendeckend mit schnellem Internet versorgt wurde: Schon 2014 hat die Telekom mit dem Netzausbau begonnen und den gesamten Vorwahlbereich 0271 ans Highspeed-Netz angeschlossen. Weitere Bereiche folgten. Allerdings gab es auch danach noch einige weiße Flecken – bis heute: Feuersbach zum Beispiel. Der Ort hat die Vorwahl 02737.

Diese weißen Flecken werden nun im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus, den der Kreis in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchführt, getilgt.

Landrat Andreas Müller, Bürgermeister Steffen Mues und Reinhard Rohleder, Regionalmanager der Deutschen Telekom, haben dafür jetzt den offiziellen ersten Spatenstich gesetzt: Vom nun gestarteten Ausbau werden Feuersbach und Teile von Trupbach, das Gewerbe- und das Wohngebiet Kaiserschacht sowie Teilbereiche der Gewerbegebiete Fludersbach und Kaan-Marienborn (Straße Auf der Weiß) profitieren. In Siegen ist die Deutsche Telekom Ausbaupartner des Kreises. Sie wird insgesamt rund zwölf Kilometer Glasfaser verlegen und fünf Verteiler neu aufstellen. Dadurch wird es möglich, im Ausbaugebiet des Kreises 170 Adressen an das Breitbandnetz anzuschließen. Das ermöglicht den künftigen Nutzern Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s.

28 Adressen im Gewerbegebiet Kaiserschacht sowie in den förderfähigen Teilbereichen der Gewerbegebiete Fludersbach und Kaan-Marienborn (Straße Auf der Weiß) stehen sogar vor dem Sprung ins Gigabit-Zeitalter. Für sie sind Glasfaserhausanschlüsse vorgesehen, die Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s ermöglichen.

Das hohe Tempo erfordert hohe Investitionen: Der Tiefbau kostet rund 80.000 Euro pro Kilometer. Die Gesamtinvestitionskosten der Telekom in Siegen liegen bei rund 650.000 Euro. Für die Kunden entstehen für den geförderten Infrastrukturausbau des Kreises keine Kosten. Kostenpflichtig sind lediglich die gebuchten individuellen Produkte. Im Mai 2019 soll der Ausbau abgeschlossen sein, so sehen es die Verträge vor: „Dann ist Siegen-Wittgenstein der erste Kreis in NRW, in dem der flächendeckende Ausbau mit schnellem Internet größtenteils abgeschlossen ist“, freut sich Landrat Andreas Müller. Bis dahin werden im gesamten Kreisgebiet rund 20,5 Mio. in den Breitbandausbau investiert worden sein. 3,6 Mio. Euro stammen aus den Förderprogrammen von Bund und Land, die der Kreis in Kooperation mit den Kommunen eingeworben hatte.

„Ich freue mich, dass wir nun auch in Siegen diejenigen mit schnellem Internet versorgen können, die vom frühen Ausbau ab 2014 noch nicht profitiert haben. Gerade die Unternehmen sind ganz dringend darauf angewiesen“, betont Bürgermeister Steffen Mues.

So geht es jetzt weiter

Wer im Ausbaugebiet liegt und das schnellere Internet nutzen möchte, muss in der Regel neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen. Dabei gilt: Die Anschlussbesitzer können ihre Telekommunikationsanbieter frei wählen, sofern diese vor Ort aktiv sind und Endkunden Angebote unterbreiten. Das ist so auch Bestandteil der Förderbedingungen von Bund und Land. Natürlich gilt es dabei bestehende Verträge und Laufzeiten zu beachten. Auch die Telekom bietet Verträge für die schnellen Internetanschlüsse an. Bereits heute können sich interessierte Kunden auf www.telekom.de/ registrieren und erhalten eine Nachricht, sobald die schnellen Anschlüsse gebucht werden können.

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