Gestaltungswettbewerb der Stadt Siegen 

Jeder kann sich beteiligen: Kreatives für Betonfläche unterhalb der Oberstadtbrücke gesucht

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Siegen – Nachdem Bauausschuss, Stadtentwicklungs- und Kulturausschuss ihre Zustimmung erteilt haben, ruft die Stadt Siegen jetzt offiziell zur Teilnahme an einem Gestaltungswettbewerb auf, dessen Gegenstand das Widerlager der Oberstadtbrücke – die große Betonfläche unterhalb der Brücke – ist.

Hier im Zentrum, unmittelbar an der Sieg, legen Politik und Verwaltung ganz besonderen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. „Bedauerlicherweise sind aber gerade Flächen in solch exponierter Lage immer wieder Vandalismus ausgesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Siegen. Helfen soll jetzt die Kunst. Anstatt die rund 36 Quadratmeter große Betonfläche mit einer schmutzabweisenden Substanz zu überziehen, soll sie kreativ gestaltet werden. 

Wie, das lässt der Wettbewerb, den die Stadt Siegen nun anlaufen lässt, völlig offen, zumindest was die Motivik anbelangt. „Es kann, muss aber keine gegenständliche Darstellung sein, die auf die Fläche aufgebracht wird. Es kann, muss aber kein Bezug zu Siegen und seiner Geschichte gegeben sein. Erkennen lassen sollte der Entwurf jedoch, dass ein Bewusstsein vorhanden ist für die Platzierung der zu gestaltenden Fläche im urbanen Raum“, sagt Astrid Schneider, Leiterin der städtischen Kulturabteilung. Die Oberstadtbrücke und die benachbarte Treppenanlage seien Orte der Begegnung und der Kommunikation. 

„Diesen Ort suchen täglich tausende von Menschen auf, junge und ältere, einheimische und fremde. Es ist ein einladender Ort, in den sich die zukünftige künstlerische Gestaltung klug integrieren sollte“, heißt es. Am Wettbewerb beteiligen kann sich jedermann. Eingereicht werden muss bis zum 15. Oktober ein Exposé mit einer textlichen Beschreibung des Vorhabens sowie einer Skizze zur geplanten Gestaltung. 

Der Siegerentwurf wird mit 5000 Euro prämiert, sofern die oder der Künstler den Entwurf selbst ausführt. Liefert jemand den besten Entwurf, ohne später die Gestaltung zu übernehmen, wird ein solcher Vorschlag mit 3000 Euro belohnt. Bewertet werden die eingereichten Entwürfe von einer Jury, bestehend aus dem Beigeordnete für Kultur, dem Stadtbaurat, den Leitern der Siegener Kunstmuseen, einem Vertreter des Kunstvereins Siegen, einem Vertreter des Beirats für Stadtgestaltung sowie einem Vertreter in des Jugendparlaments. Letztlich entscheiden über die Preisvergabe soll der Kulturausschuss in seiner Novembersitzung. Die Ausführung des Entwurfs ist für März / April 2020 geplant. Ein ausführlicher Auslobungstext, auf dem auch technische Anforderungen hervorgehen, ist auf der Homepage der Stadt Siegen unter www.siegen.de/gestaltungswettbewerboberstadtbruecke hinterlegt.

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