In den Kaufhof zieht Leben ein

Große Eröffnung feiert das KrönchenCenter am 3. und 4. Februar. In das geschichtsträchtige Gebäude ziehen die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und das Stadtarchiv ein. Fotos: SK

Eröffnung des KrönchenCenters am 3./4. Februar — 6000 Quadratmeter Fläche für drei Institute

Siegen. (SK)

Es ist soweit: Am Samstag, 3., und Sonntag, 4. Februar, findet die Eröffnungsfeier des KrönchenCenters in der Siegener Oberstadt statt. In das geschichtsträchtige Gebäude ziehen die Stadtbiblitek, die Volkshochschule und das Stadtarchiv ein.Nachdem bereits seit Ende November 2006 ein Dornseifer-Frischemarkt im Basement seine Toren geöffnet hat, finden die drei städtischen Institute im ersten bis dritten Obergeschoss auf insgesamt rund 6000 Quadratmetern Fläche Platz. Die übergeordnete Idee ist, die bisher im Stadtgebiet verteilten Einrichtungen, zu denen auch die wissenschaftliche Bibliothek des Siegerlandmuseums sowie die "BrüderBuschGedenkstätte" zählen, zu einem Kommunikations- und Bildungszentrum zusammenzufassen. Davon, so sind die Verantwortlichen überzeugt, werden die drei Kultureinrichtungen profitieren. Insbesondere die Stadtbibliothek, bisher im Haus Seel, in Weidenau, Geisweid und Eiserfeld untergebracht, und das Stadtarchiv, bisher in der Oranienstraße, hatten keinen Spielraum für eine dringend notwendige Ausdehnung.

Die zentrale Unterbringung wird sich positiv auf das Angebot der städtischen Kultureinrichtungen auswirken. Beispiel Stadtbibliothek: Sie wird künftig ihr verbessertes Medienangebot auf mehr als 1400 Quadratmetern präsentieren. Institutsleiter Ulrich Vollmer freut sich vor allem über die hieraus ergebende Chance, eine Leselandschaft inklusive Lesecafé und Schülercenter zu gestalten.

Positive Auswirkungen soll das größere Raumangebot auch für die VHS haben, davon ist Institutsleiter Fritz Hiller überzeugt. Kurse und Veranstaltungen, die bisher nur eingeschränkt oder wegen des Fehlens geeigneter Räumlichkeiten gar nicht im Programm waren, können zukünftig angeboten werden.

Auch für das Stadtarchiv ist der geplante Umzug eine Verbesserung, bedeutet er das Ende der räumlichen Enge des alten Standorts in der Oranienstraße. Das Team um Stadtarchivar Ludwig Burwitz freut sich nicht nur über ausreichende Magazinräume, um die vielen historischen Schriftdokumente angemessen zu beherbergen, sondern auch auf einen großzügig ausgelegten Lesesaal.

Ein großer Raum, in dem Vorträge, Lesungen, Tagungen und Konferenzen, aber beispielsweise auch Konzerte stattfinden sollen, wird allen Kultureinrichtungen im Krönchencenter gemeinsam zur Verfügung stehen. Denn die einzelnen Institute sollen eben nicht nur jedes für sich von der zentralen Unterbringung profitieren. "Durch die räumliche Nähe verschiedener städtischer Einrichtungen besteht die Möglichkeit, in größerem Umfang als bisher gemeinsame Veranstaltungen anzubieten, die Öffnungszeiten zu verlängern und Infrastruktur und Räumlichkeiten gemeinsam zu nutzen", so Stadtrat Steffen Mues. So wird das Stadtarchiv, das bisher an zwei Tagen in der Woche für die Öffentlichkeit geöffnet war, künftig an fünf Tagen in der Woche seine Türen öffnen. Auch die Stadtbibliothek wird deutlich länger als bisher erreichbar sein: Den bislang 32 Wochenstunden stehen künftig 40 gegenüber, einschließlich Samstagsöffnung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare