Aufklärungsquote von 63 Prozent - Weniger Einbrüche

Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein stellte Kriminalitätsstatistik 2017 vor

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Siegen. Kriminaldirektorin Claudia Greve, die Leiterin der Siegen-Wittgensteiner Kriminalpolizei, und Kriminalhauptkommissar Martin Kroh, Leiter der Kripo-Führungsstelle, stellten jetzt die aktuelle Kriminalitätsstatistik 2017 vor. War es den Siegen-Wittgensteiner Kriminalbeamten bereits in letzten Jahren immer wieder gelungen, Aufklärungsquoten von über 60 Prozent - und damit gleichbedeutend landesweite Spitzenplätze zu erzielen - so wiederholte sich dieser Umstand auch im Hinblick auf die jetzt vorliegende Statistik für das vergangene Jahr.

Mit 63.09 Prozent erreicht die Kreispolizeibehörde eine der höchsten Aufklärungsquoten der letzten Jahre.

„Die durchschnittliche Aufklärungsquote im Land lag übrigens bei 52.34 Prozent“, so Martin Kroh.

„Arbeit gab es aber auch im vergangenen Jahr für uns genug: Immerhin, wir mussten exakt 15.926 Straftaten bearbeiten. Im Vergleich zum Vorjahr (2016) ist das allerdings ein erfreulicher Rückgang der Kriminalität um über 1000 Fälle beziehungsweise 5.92 Prozent (2016: 16.928 Straftaten).“

Dass der Kreis Siegen-Wittgenstein nach wie vor zu den sichersten Kreisen in ganz Nordrhein-Westfalen zählt, das zeige sich laut Kriminaldirektorin Claudia Greve auch an der so genannten Häufigkeitszahl.

Das ist umgerechnet die Zahl der pro 100.000 Einwohner begangenen Straftaten. Liegt diese 2017 im Landesschnitt bei 7677, so rangiert die heimische Region mit einem Wert von 5730 deutlich unterhalb dieses Levels.

Kriminaldirektorin Greve: „Diese Aussage gilt auch für den Bereich der Wohnungseinbrüche, der ja naturgemäß die Bevölkerung in einem ganz besonderen Maße beunruhigt. Betrachtet man das gesamte Land NRW, so liegt dort die Häufigkeitszahl bei 218. In unserer Region hingegen bei 91. Und das ist schon ein sehr eklatanter Unterscheid.“

Martin Kroh ergänzt: „Konnten wir bereits im vergangenen Jahr (2016) einen erstmaligen Rückgang der Wohnungseinbrüche verzeichnen, so setzte sich dieser Trend auch im Jahr 2017 fort. In unserer gesamten Region kam es 2017 zu 254 Wohnungseinbrüchen. Das entspricht einem weiteren Rückgang um 152 Einbrüche bzw. um 37.44 Prozent. Und in diesem Kontext muss man zudem bedenken, dass von den insgesamt im letzten Jahr bei uns registrierten 254 Wohnungseinbrüchen über 50 Prozent 'nur' versuchte Wohnungseinbrüche waren, das heißt, die Einbrecher gelangten dabei erst gar nicht in das betreffende Haus oder die betreffende Wohnung.“

Und auch die Aufklärungsquote im Bereich des Wohnungseinbruchs stieg von 20.44 Prozent im Jahr 2016 auf 33.07 Prozent wieder an – und liegt damit fast doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt von 16.68 Prozent.

Dazu der Leitende Polizeidirektor Wilfried Bergmann: „Sowohl der Rückgang der Einbruchszahlen als auch der hohe Prozentsatz der nicht gelungenen Einbrüche sind sehr positive Entwicklungen. Diese führen wir vor allem auf folgende Faktoren zurück: Zum einen ist es so, dass immer mehr Hausbesitzer und Wohnungsinhaber ihre vier Wände effektiv gegen Einbrecher schützen. Und zum anderen ist es so, dass die Bürger in unserer Region auch sehr aufmerksam sind. Das heißt, unsere Einsatzleitstelle erreicht eine Vielzahl von Anrufen, in denen uns wachsame Nachbarn verdächtige Personen oder Fahrzeuge in ihrem Wohnumfeld mitteilen.“

Deshalb appellieren Bergmann, Greve und Kroh unisono auch nochmals, diese nachbarschaftliche Aufmerksamkeit unbedingt beizubehalten, um so auch auf diesem Weg Einbrechern einen entscheidenden Riegel vorzuschieben.

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