Kreispolizeibehörde stellte Kriminalitäts-Statistik 2018 vor: In der Aufklärung „spitze“

Siegen. Im Jahr 2018 verzeichnete die Kreispolizeibehörde Siegen in der Kriminalitäts-Statistik eine Steigerung der Fallzahlen um 6,25 Prozent (2017: 15.926; 2018: 16.922).

Als Gründe nannte die Leiterin der Kriminalpolizei, Claudia Greve, vor allem Zunahmen bei Hausfriedensbrüchen sowie Widerstandhandlungen gegen die Staatsgewalt.

„Um das klar zu machen: Beleidigungen, Bespuckungen oder sonstige Angriffe gegen Polizeibeamte oder auch Feuerwehrleute und Sanitäter werden sofort zur Anzeige gebracht und bestraft“, so Greve. Dieses konsequente Vorgehen habe aber auch die Fallzahlen in diesem Bereich nach oben getrieben.

Die Aufklärungsquote im Kreis Siegen-Wittgenstein kann sich wieder einmal sehen lassen. Sie stieg im Jahr 2018 um 3,21 Prozent auf 66,30 Prozent. Mit dieser Quote belegt die Kreispolizeibehörde landesweit den zweiten Platz. Außerdem ist dies die beste Quote der letzten 12 Jahre. Insgesamt wurden 6858 Tatverdächtige identifiziert (2017: 6793). 2300 der identifizierten Tatverdächtigen hatten nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies entspricht einem Anteil von 33,54 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren sei ein stetig leichter Anstieg zu verzeichnen.

Die Diebstahldelikte im Kreisgebiet sind in 2018 zurückgegangen. Wurden 2017 5213 Fälle gezählt, waren es im vergangenen Jahr noch 5192 Diebstähle. Auch in diesem Bereich konnte die heimische Polizei die Aufklärungsquote noch einmal steigern – und zwar um 3,44 Prozentpunkte auf 44,55 Prozent. Auch dies sei ein Spitzenwert im Land.

Im Landestrend liegend, ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis im Vergleich zum Jahr 2017 gefallen. 241 Fälle zählte die Polizei im letzten Jahr – das waren 5,12 Prozent weniger als im Vorjahr (254). Wichtig in diesem Zusammenhang: „Im Jahr 2018 haben wir einen Schwerpunkt m Bereich Wohnungseinbrüche gesetzt und vor allem im Bereich Sicherheitstechnik aufgeklärt“, so Greve. Das habe anscheinend gefruchtet. Denn: Jeder zweite Versuch eines Wohnungseinbruchs scheiterte.

Einen Anstieg gab es 2018 im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung“. Die Fallzahlen stiegen um 8,33 Prozent auf 364 Fälle. Knapp 83 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt.

Bei den „Straftaten gegen das Leben“ gab es im Jahr 2018 fünf Fälle – zwei weniger als im Vorjahr. Vier der Fälle waren „versuchte Tötungsdelikte“ mit einem Messer und in einem Fall haben sich Patienten auf einer geschlossenen Abteilung im Krankenhaus gegenseitig gewürgt. Die Aufklärungsquote lag bei 100 Prozent; einen Mord gab es im vergangenen Jahr im Kreisgebiet nicht.

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