Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes: Drei Siegerländer Einheiten ohne Fehler

Erndtebrück – „Eins ist sicher – wenn es heute in Erndtebrück brennt, haben wir wohl eher zu wenig Wasser!“ Dietmar Kalteich, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes sprach damit nicht die Trockenheit im Kreisgebiet an, sondern hatte ein Blick für die Zahlen.

Zum Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Siegen Wittgenstein waren 527 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 56 Ortschaften mit 87 Einheiten vor Ort. Erstmalig fand der Leistungsnachweis nur an einem Tag statt. „Es knubbelt sich. Dabei müssen wir natürlich darauf achten, dass wir eine Kommune nicht „leer ziehen“, so Dietmar Kalteich. Das ist wohl nicht passiert – stattdessen bewiesen die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden ihr Können im praktischen und theoretischen Teil. 

Die Infrastruktur in Erndtebrück sei mit dem Pulverwalstadion und der nahen Schützenhalle sowie der Möglichkeit, die Hachenkaserne zu nutzen, ideal, so Kalteich. Am Sportplatz bewiesen die Feuerwehren ihre Fitness. Einige Bahnen mussten mit Ausrüstung in einer vorgegebenen Zeit absolviert werden. Hier war die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit ein Baustein, um die Schnelligkeit bei der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung weiter zu erhöhen. Letztere Komponenten setzen aber nicht nur körperliche Fitness, sondern vor allem Routine und gute Absprachen voraus. Das bewies die Löschübung auf dem Kasernengelände. Hier traten die Einheiten mit ihren Fahrzeugen an. Die Lage wurde geklärt, Befehle erteilt, eine Wasserversorgung aufgebaut und das Ziel, in diesem Fall eine rote Markierung, „gelöscht“. Wenige Meter weiter gab es weniger „Action“, dafür einen veritablen Fragebogen. 

„Wir achten hier auf Wissen rund um die Feuerwehr, aber auch auf andere Hintergründe. Es gilt, die Fragen genau zu lesen“, so Ingrid Saßmannshausen, die für die Inhalte der Fragebögen mitverantwortlich zeichnete. Kreisbrandmeister Bernd Schneider meinte dazu: „Allgemeinwissen ist hilfreich im Leben!“ Und mit Blick auf die Umstellung von zwei auf einen Übungstag sehe er bisher kein „Gemückel“. Und weiter: „Mal sehen, wie es gelaufen ist unter diesen veränderten Rahmenbedingungen. Der Samstag ist ja immer mehr feste Arbeitszeit.“

Derweil kämpften im Nebengebäude seine Kameradinnen und Kameraden mit Knoten, Rettungsgriffen und einen Raum weiter mit Reanimationen. „Hier klappt alles soweit. Geübt wird hier der Rautek-Griff, die Herz- Lungen-Wiederbelebung und die stabile Seitenlage“, gab Kreisfeuerwehrarzt Dr. Daniel Bald zu Protokoll. Bei der stabilen Seitenlage opferten sich Mitglieder der Jugendfeuerwehr als Übungspersonen. „Das kann ganz schön schlauchen, dutzende Male „herumgeschippelt“ zu werden“, so Dr. Bald anerkennend. Am Ende wurden alle Übungen ausgewertet. Hier lagen mit 0 Fehlern die Einheiten „Siegen - Langenholdinghausen-Meiswinkel“, „Burbach-Würgendorf II“ und „Hilchenbach-Dahlbruch II“ vorne. Zum 43. Mal, und damit an allen Austragungsterminen des Kreisfeuerwehrverband-Leistungsnachweises, haben Ulrich Bald aus Bad Berleburg-Richstein und Klaus-Peter Schneider aus Erndtebrück-Schameder, teilgenommen. Im Rahmen der Urkunden-Verteilung dankte Kreisbrandmeister Bernd Schneider dem Vorsitzenden des Ausschusses „Schulung/Leistungsnachweis“, Ralf Schneider, für seine 26. und letzte Ausrichtung eines solchen Leistungsnachweises. In geselliger Runde klang der Leistungsnachweis in der Schützenhalle aus und die Einheiten fuhren mit frischer Motivation, sich und ihren Wissenstand auf einem hohen Niveau zu halten, in ihre Gerätehäuser im ganzen Kreisgebiet zurück.

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