Prof. Dr. Ralph Naumann übernahm die Leitung der Medizinischen Klinik III

St. Marien: Neuer Chefarzt lädt zum 1. Patiententag "Multiples Myelom" am 24. Mai ein

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Der neue Chefarzt der Medizinischen Klinik III (Hämatologie, Medizinische Onkologie, Palliativmedizin) des St. Marien-Krankenhauses, Prof. Dr. Ralph Naumann, ist schon gespannt auf den ersten Patiententag Multiples Myelom am 24. Mai.

Siegen. Rund 3500 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu am Multiplen Myelom, einer bislang unheilbaren Krebserkrankung des blutbildenden Knochenmarks. Mit dem St. Marien-Krankenhaus haben Betroffene ab sofort (wieder) eine Anlaufstelle in der Region.

Denn dort hat vor rund vier Wochen Prof. Dr. Ralph Naumann die Leitung der Medizinischen Klinik III (Hämatologie, Medizinische Onkologie und Palliativmedizin) übernommen. Naumann ist Experte für die Krankheit und setzt bei der Behandlung auf Methoden wie zum Beispiel die sogenannte „autologe Stammzelltransplantation“. Dabei werden dem erwachsenen Patienten eigene Stammzellen entnommen und nach einer Hochdosis-Therapie (Chemotherapie) über einen Katheter und eine Spritze wieder zugeführt. Auf diese Weise kann die kritische Phase der Abwehrschwäche, die nach einer Chemotherapie eintritt, verkürzt werden, der Patient erholt sich schneller. 

Naumann freut sich, dass diese Behandlungsmethode in Siegen wieder aufgenommen wird. Bereits 2008 hatte das St. Marien-Krankenhaus eine Stammzelltransplantationseinheit für erwachsene Patienten eingeführt. Seit etwas mehr als einem Jahr konnten die Transplantationen aufgrund formaler Gründe jedoch nicht mehr durchgeführt werden. Mit dem Chefarztwechsel ist das nun wieder möglich. Damit leiste das St. Marien-Krankenhaus nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der am Multiplen Myelom erkrankten Personen in der Region, sondern habe auch ein Alleinstellungsmerkmal, ist Naumann sicher. 

Patiententag am 24. Mai mit vielen Fachvorträgen

Im Rahmen eines Patiententages, der am kommenden Mittwoch, 24. Mai, stattfindet, sollen Betroffene über die neuen, alten Möglichkeiten im St-Marien-Krankenhaus und die Krankheit im Allgemeinen informiert werden. Teilnehmer erfahren aus erster Hand, welche neuen Behandlungskonzepte es gibt, was moderne Diagnostik leisten kann, wann welche Therapie sinnvoll ist und wie man die psychischen Folgen eines Multiplen Myeloms bewältigen kann. Von 16 bis 19.30 Uhr finden im Neuen Hörsaal des St. Marien-Krankenhauses (5. OG) insgesamt fünf Fachvorträge statt. „Fragen während und nach den Vorträgen sind erwünscht, die Referenten stehen während der Veranstaltung auch für persönliche Gespräche zur Verfügung“, betont Naumann. Unter anderem wird Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg sowie Leiter der Deutschen Myelom Studiengruppe, referieren.

„Der Patiententag soll sowohl Patienten als auch Angehörigen die Gelegenheit bieten, sich umfassend über die Krankheit zu informieren und sich mit Medizinern und anderen Betroffenen auszutauschen“, so Naumann. Auf diese Weise wolle man Patienten und ihren Angehörigen dabei helfen, Ängste vor der Therapie und dem Leben mit der Erkrankung abzubauen. Neben der Medizinischen Klinik III des St. Marien-Krankenhauses sitzt die Selbsthilfegruppe Multiples Myelom Nördliches Rheinland-Pfalz mit im Veranstalterboot – sie möchte Starthilfe für eine eigene Gruppe in Südwestfalen geben. Der Eintritt ist frei.

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