Polizei sucht Zeugen

Überfall mit Messer vor Internet-Café: Schwer verletzter Mann muss notoperiert werden

Zu einer Messerstecherei kam es im Weidenauer Einkaufszentrum am Samstagabend in einem Internet-Café. Auch Pfefferspray wurde versprüht, aber nicht von der Polizei.

[Update, 14 Uhr] Weidenau. Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienst am späten Samstagnachmittag in Weidenau: Vor einem Internet-Café am dortigen Einkaufszentrum war es nach Polizeiangaben zu einem Überfall gekommen. Dabei wurde ein junger Mann schwer verletzt. Die noch unbekannten Täter flüchteten.

Zahlreiche Streifenwagen der Polizei mit vielen Beamten, Rettungswagen und Notarzt wurden gegen 17.30 Uhr ins Weidenauer Einkaufszentrum  zu einem Internet-Café gerufen. Was genau passiert war, konnte der Dienstgruppenleiter der Polizei vor Ort auch noch nicht sagen - lediglich, dass es in dem Internet-Café zu einer Messerstecherei und dem Einsatz von Pfefferspray (nicht durch die Polizei) gekommen sei. 

Eine Person wurde durch einen Messerstich schwer verletzt und mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Eine weitere Person wurde mit einem Streifenwagen zur Polizeidienststelle gebracht. Die Beamten sicherten und sperrten den Tatort, bis Kriminalbeamte eingetroffen waren.

Am Sonntagmittag gab die Polizei-Pressestelle dann genauere Informationen bekannt. Demnach wurde das Opfer, ein 22-jähriger Mann russischer Nationalität, bei dem Überfall mit Pfefferspray und einem Messer attackiert und trug dabei laut Polizei "schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen" davon. Der junge Mann musste deshalb im Krankenhaus notoperiert werden.

So werden die Täter beschrieben 

Die Siegener Staatsanwaltschaft und die Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen leiten jetzt die Ermittlungen. Die beiden Tatverdächtigen, bei denen es sich laut Zeugenaussagen nicht um Deutsche gehandelt haben soll, werden als etwa 1,80 Meter groß und dunkel gekleidet beschrieben. Sie trugen demnach dunkle Kapuzenpullis mit über den Kopf gezogenen Kapuzen. Einer der Täter hatte einen Bart. Nach dem Überfall flüchteten beide zu Fuß in Richtung eines großen Modehauses.

Die Ermittler bitten nun mögliche Zeugen, die den Überfall oder aber die weitere Flucht der beiden Tatverdächtigen beobachtet haben, um Hinweise unter 0271/7099-0. "Wir bitten um Verständnis, dass aktuell keine weiterführenden Informationen erteilt werden können. Die intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Mordkommission - unter anderem zu den Hintergründen der Tat - dauern an", teilt die Polizei abschließend mit.

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