Mitglieder tragen Blau und können sich ausweisen 

NABU geht von Tür zu Tür: Informations- und Werbeaktion im Kreis Siegen-Wittgenstein 

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Der NABU im Kreis Siegen-Wittgenstein beginnt eine Informationsaktion in verschiedenen Städten und Gemeinden, (v.l.) Michael Düben, Helga Düben, Eva Liskes, Bernhard Kamp, Ralph Langenbacher, Carsten Brannert und das Team.

Bürbach/Siegerland. Im Kreis Siegen-Wittgenstein startet eine mehrwöchige Aktion des Naturschutzbundes. Die Mitarbeiter besuchen die Bürgerinnen und Bürger zu Hause, um über die Arbeit des NABU zu informieren und neue Mitglieder zu werben.

Zum Auftakt seiner Informationsaktion lud der Naturschutzbund Deutschland e.V. Kreisverband Siegen-Wittgenstein jetzt in das Heimathaus Bürbach ein. Ein junges Mitarbeiter-Team wird ab sofort mit Start in Siegen die Bürgerinnen und Bürger im Kreis zu Hause besuchen und sie über die Arbeit des NABU informieren und neue Mitglieder werben. 

Der NABU engagiere sich seit 45 Jahren in Siegen-Wittgenstein und sei gut 2000 Mitglieder stark und damit der größte Naturschutzverein im Kreis, erläuterten Landesgeschäftsführer Bernhard Kemp und Michael Düben, Kreisvorstandsmitglied. Um den Mitgliederbestand zu erhalten und im besten Fall zu erweitern, werden ab sofort acht Wochen lang junge Mitarbeiter des NABU von Tür zu Tür gehen. 

Ergebnis der Schmetterlingszählung „vernichtend“  

Die passiven und aktiven Mitglieder seien durch ihr Bekenntnis zum Naturschutz „das Rückgrat der Arbeit des NABU“, so Michael Düben. Das Info-Team wird geleitet von Ralph Langenbacher, der seine aus ganz Deutschland stammenden Mitarbeiter, seit diesem Jahr mit Tablets ausgestattet, in die Region entsendet. „Wir freuen uns hier unterwegs zu sein“, versicherte er. Die NABU-Mitarbeiter werden an ihrer Kleidung zu erkennen sein und können sich ausweisen. 

Das Werben um neue Mitglieder sei dabei aber nur ein Teil der Arbeit. Helga Düben, 1. Vorsitzende des Kreisverbandes: „Die Mitglieder geben dem Naturschutz in der Gesellschaft ein Gewicht, regelmäßige Mitgliedsbeiträge ermöglichen es dem NABU, Naturschutzmaßnahmen umzusetzen.“ 

Im Vordergrund stehe das Informieren über ebendiese bundesweiten und lokalen Projekte. Ein großes Projekt des NABU sei die Zusammenarbeit mit der REWE Group, die hinsichtlich Nachhaltigkeit unterstützt würde. Ein Erfolg dabei sei die Abschaffung von Plastiktüten, die auch für andere Unternehmen wegweisend war. Aktuell ein brisantes Thema sei das Insektensterben, bedauerte Bernhard Kemp. Die kürzlich beendete Schmetterlingszählung sei „vernichtend“ ausgefallen. Die Bürgerinnen und Bürger würden die Veränderung selbst wahrnehmen und stünden daher der Arbeit des NABU positiv gegenüber. 

Volksbegehren für die Artenvielfalt 

Kemp stellte ein Volksbegehren für die Artenvielfalt in NRW in Aussicht. „Wir arbeiten mit Bedacht daran. Ein Volksbegehren in NRW wäre insgesamt ein wichtiger Durchbruch.“ Eine von vielen grundlegenden Arbeiten des NABU im Kreis sei es, naturschutzwürdige Flächen zu erwerben und zu erhalten. Zum Beispiel die Trupbacher Heide oder Gernsdorfer Weidekämpe, die das größte wilde Orchideengebiet in NRW zu bieten habe, erklärte Michael Düben. 

Außerdem unterhalte der NABU eine aktive Kindergruppe in Siegen, die Biologische Station Siegen-Wittgenstein und die Fledermaus-Pflegestationen. Weiterhin arbeite der NABU an speziellen Schutzmaßnahmen für beispielsweise Amphibien und Wasseramseln.

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