Natursteinmauer im Brüderweg: Sanierung abgeschlossen - Bürgersteig wieder begehbar

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Siegen. Sie war zugewachsen und marode, jetzt gleicht die Natursteinmauer im Brüderweg in der Siegener Oberstadt einem sauberen, grau-beigen Schmuckstück aus Grauwacke.

Die seit Ende April dieses Jahres andauernde Sanierung des rund 65 Meter langen Mauerabschnitts ist abgeschlossen. Seit Mittwoch, 12. September, ist der Bürgersteig wieder begehbar, die Baustelle geräumt. Die Sanierungsarbeiten wurden damit früher als geplant beendet, teilt die städtische Straßen- und Verkehrsabteilung mit. Auch der provisorische Zebrastreifen an der Einmündung der Straßen Marburger Tor/Brüderweg ist abgebaut.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter einer auf Natursteinmauern spezialisierten Baufirma aus dem sächsischen Kromsdorf das Mauerwerk abgetragen und rund 180 Quadratmeter Fläche fachgerecht saniert. Soweit möglich, wurden die Originalsteine wieder in die Mauer eingesetzt. Um die Stabilität der Mauer zu verbessern, setzten sie so genannte Mörtelinjektionen. Dafür wurde ein spezieller, flüssiger Mörtel in das Mauerwerk gepumpt, der sich in den Hohlräumen verteilt und aushärtet. Zusätzlich wurde die Mauer mit drei bis fünf Meter langen Eisenstäben im Erdreich verankert. Etwa 15 Drainagerohre über dem Boden leiten anfallendes Wasser von der Rückseite der Mauer nach vorne aus.

Die Kosten der Maßnahme betragen insgesamt rund 236.000 Euro. Davon stammen 70 Prozent aus Fördermitteln des Städtebau-Förderprojekts „Rund um den Siegberg“, da der Standort als Teil eines mittelalterlichen Mauerwerks historisch belegt ist. Die jetzige Verkehrsführung wird beibehalten. Das Teilstück zwischen Kampenstraße und Hainer Hütte bleibt vorbehaltlich eines anderslautenden politischen Beschlusses deshalb zunächst Einbahnstraße.

Eine turnusmäßige Überprüfung hatte im Vorfeld ergeben, dass die mehr als 60 Jahre alte Natursteinmauer nicht mehr standsicher war. Einzelne Steine hatten sich aus dem Mauerwerk gelöst, das durch Erddruck, Pflanzenbewuchs und Frost-Tau-Wechsel stark geschädigt war.

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