„Nein“ zum Einsatz von Kindersoldaten: Bertha-Schüler setzen deutliches Zeichen

Die roten Handabdrücke wurden an Heiko Becker, SPD-Bundestagskandidat für Siegen-Wittgenstein (re. mit seinem Sohn Iken), überreicht, der sie mit nach Berlin nehmen wird. Mit im Bild Birgit Gerbertshan (Lehrerin), Michael Davies (ein ehemaliger Kindersoldat aus Sierra Leone/2.v.li.) und Wolfgang Hobinka (Kindernothilfe).

Siegen. Wenn man den Krieg beenden will, muss man bei den Kindern anfangen – unter diesem Motto startete der „Red Hand Day“ am Freitagvormittag an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule.

Weltweit werden mehr als 250.000 Jungen und Mädchen gezwungen, als Kindersoldaten zu kämpfen. Dagegen setzte der Siegener Arbeitskreis der Kindernothilfe gemeinsam mit Bertha-Schülern ein deutliches Zeichen. An der Veranstaltung nahm auch der ehemalige Kindersoldat Michael Davies aus Sierra Leone teil. Er berichtete, wie dramatisch und traumatisch das Leben als Kindersoldat ist. Der mittlerweile erwachsene Davies kämpfte in seinem Heimatland fünf Jahre lang gegen Rebellentruppen. Davies fand Asyl in Bremen und engagiert sich seitdem gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Am Ende der Aktion hatten die Siegener Kids insgesamt 404 rote Handabdrücke gesammelt. In ihrem DuG-Kurs hatten sie zuvor ein Plakat entwickelt und Flyer entworfen sowie Stellwände zum Thema vorbereitet und ausgearbeitet.

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