Mit frischem Wind Neues beginnen

Neue Sozialstation des Caritasverbandes auf der Eremitage eröffnet

Wollen die neue Sozialstation enger mit der Tagespflege verknüpfen: v.li. Philipp Stockschläder, Matthias Vitt, Mareike Bussweiler, Thomas Weber, Holger Weiß, Christina Köckritz und Katrin Fischer.

Siegerland. Solange wie möglich zu Hause, in der vertrauten Umgebung leben – diesen Wunsch hat wohl fast jeder. Irgendwann ist aber auch beinahe jeder ältere Mensch auf Hilfe angewiesen.

Dies beginnt oft mit der Unterstützung im Haushalt und kann bei pflegerischer Versorgung enden. Wenn die Angehörigen dies nicht vollumfänglich leisten können, kommt ein ambulanter Pflegedienst ins Spiel.

So auch der des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein e.V. Die Mitarbeiter der Sozialstation an der Haardtstraße in Weidenau betreuten teilweise über 200 Patienten ambulant – und sind damit am Limit angekommen.

Aus diesem Grund wurde das Personal aufgestockt und weiterqualifiziert, um jetzt eine zweite Sozialstation eröffnen zu können: Auf der Eremitage, in direkter Nähe zur Tagespflege, finden sich seit 1. Februar die Büros von Mareike Bußweiler und Philipp Stockschläder, die dort die Verantwortung tragen.

Die beiden Caritas-Mitarbeiter sind seit Jahren in der ambulanten Pflege und kennen sich somit mit dem Alltag bestens aus. Sie werden auch zukünftig noch zu den Patienten fahren, sich aber zusätzlich mit den bürokratischen und organisatorischen Themen wie Dienstplänen, Kundenkontakt und -akquise beschäftigen. Mit ihrer Arbeit sollen die sechs Pflege- und weiteren Hauswirtschaftskräfte von der Eremitage aus nicht nur die Kollegen in Weidenau unterstützen, sondern gleichzeitig auch das südliche Siegerland mit den Gemeinden Wilnsdorf und Neunkirchen erschließen, wie Matthias Vitt, Leiter des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein e.V., erläutert: „Der Bedarf ist da und wir können ihm mit mehr Mitarbeitern und dem neuen Standort besser gerecht werden.“ Der hohe fachliche Standard, die gute Ausbildung der Mitarbeiter und der menschliche Umgang mit den Patienten stehen dabei im Mittelpunkt.

Der Standort ist nicht nur aufgrund seiner Lage sehr interessant, von der direkten Nähe zur Tagespflege versprechen sich dessen Leiter, Thomas Weber, und Matthias Vitt noch viel mehr: „Die Sozialstation und die Tagespflege haben dieselbe Zielgruppe: Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind und dennoch zu Hause leben möchten“, so Matthias Vitt. Daher ist eine enge Zusammenarbeit der beiden Bereiche geplant.

„Die Mitarbeiter aus der ambulanten Pflege werden für ein paar Tage in der Tagespflege hospitieren, um sich die Abläufe und den Alltag dort anzuschauen.“ Denn: „Nur wer etwas kennt, kann davon auch interessant berichten“, so Philipp Stockschläder. Und genau das sollen die Mitarbeiter: Bei ihren Patienten gezielt auf das Angebot der Tagespflege aufmerksam machen.

Matthias Vitt und Thomas Weber sind von dem sozialräumlichen und ganzzeitlichen Konzept überzeugt: Wo die ambulante Pflege mit den wenigen Stunden pro Patienten an ihre Grenzen stößt, kann die Tagespflege greifen. „Wir können eine Betreuung von acht Stunden pro Tag abdecken, sozusagen ein Komplettpaket“, unterstreicht Thomas Weber. Dabei ist die Anzahl der Tage pro Woche flexibel wählbar, genauso eben, wie es der Patient und seine Angehörigen benötigen und wünschen. Wer sich vom Angebot der Tagespflege selbst ein Bild machen möchte, kann zu einem Schnuppertag vorbeikommen. Und auch die Mitarbeiter in der ambulanten Pflege stehen bei Fragen zur Verfügung. Von ihnen wünscht sich Matthias Vitt, dass sie kreativ und flexibel an die neuen Aufgaben herangehen. „Wir haben nun die Chance, mit frischem Wind etwas Neues anzufangen.“ Bei Fragen zur ambulanten Pflege stehen die Mitarbeiter unterTel.  0271/2360280 zur Verfügung, die Tagespflege ist unter Tel.  0271/39121 erreichbar.

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