Neuer Kleinbus für das PSU-Team - NRW-Innenminister Herbert Reul zu Gast auf der Feuerwehr-Hauptwache

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Feierliche Schlüsselübergabe für den neuen Acht-Sitzer an das PSU-Team.

Siegen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde gestern Abend dem Team der Psychosozialen Unterstützung (PSU) ein neues Einsatz- und Dienstfahrzeug auf der Feuer- und Rettungswache in Siegen übergeben. Zu den Gästen zählten unter anderem NRW-Innenminister Herbert Reul, Landrat Andreas Müller sowie der Diakon und Karnevalist Willibert Pauels.

Bürgermeister Steffen Mues, der auch Vorsitzender des Fördervereins PSU ist, betonte, dass der Kleinbus mit Abstand die größte Anschaffung sei, die der Verein je getätigt habe.

Dass ein eigenes Einsatz- und Dienstfahrzeug überfällig sei, werde deutlich, wenn man sich die Arbeit des PSU-Teams und des Fördervereins anschaue, die gar nicht klar voneinander trennbar seien, „weil es viele personelle Überschneidungen gibt“, so Mues.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Acht-Sitzer mit abgetönten Seitenfenstern der in Notfalleinsätzen eine Rückzugsgelegenheit bietet, um in Ruhe Gespräche zu führen. Mues bedankte sich bei auch bei allen Spendern, die sich an der Finanzierung des Fahrzeuges beteiligt haben. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat dankenswerterweise 10.000 Euro zu dem neuen Fahrzeug beigesteuert und damit auch ein klares Bekenntnis zur PSU-Arbeit abgegeben, so Mues. Die laufenden Kosten für den Betrieb des Kleinbusses übernimmt die Stadt Siegen.

Eine Ehrung gab es ebenfalls noch. Diplom-Psychologin Andrea Faller ist eine Frau der ersten Stunde und ist nun seit 17 Jahren ehrenamtlich im PSU-Team aktiv. Die Ehrung wurde von Stadtbrandmeister Matthias Ebertz und PSU-Teamleiter Karl-Heinz Richter durchgeführt.

NRW-Innenminister Herbert Reul hielt einen Vortrag zum Thema PSU sowie Sicherheit und Gewalt gegen Einsatzkräfte. „Ich bin nicht bereit Gewalt gegen Rettungskräfte zu akzeptieren“, so Reul. Die Haltung in der Gesellschaft sei teilweise merkwürdig. Es können beispielsweise nicht sein, dass jemand auf dem Weg zu einem Termin Rettungskräfte im Einsatz beiseite schiebt, um an der Einsatzstelle vorbei zu gelangen, bekräftigte Reul.

„Bitte melden sie Gewalt gegen Einsatzskräfte“, appellierte Reul. „Man muss entschieden gegen solche Dinge vorgehen“. Sogar eine App ist im Gespräch, um in Zukunft solche Vorkommnisse direkt melden zu können. Reul: „Ich bin optimistisch das wir die ehrenamtliche Kultur halten können. Es ist alles auf einem guten Weg. Ein Tag wie heute ist ein Symbol dafür, dass man was auf die Beine stellen kann. Danke für alles, was sie tun und getan haben. Machen sie bitte weiter“.

Nach der symbolischen Schlüsselübergabe folgte die Segnung des neuen Fahrzeugs durch Diakon Willibert Pauels, der ebenfalls noch einen Vortrag zum Thema Depressionen „Wenn dir das Lachen vergeht“ in teils humorvoller aber auch nachdenklicher Weise hielt.

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