Oliver Pagé will mit junger Mannschaft oben mitspielen

Der neue Coach in Siegen, Oliver Pagé, freut sich auf eine interessante Aufgabe. Fotos: Thorsten Wroben

36-jähriger Coach mit viel Erfahrung — "Interessante Aufgabe"

Siegen. (SK)

Nach dem Wechsel von Uwe Helmes zu Bayer Leverkusen begann für die Sportfreunde Siegen die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die Verbandsliga-Mannschaft. Es wurde viel spekuliert, doch am Ende kam es völlig anders, als viele vermuteten.Mit dem sehr erfahrenen Oliver Pagé wurde ein Coach vorgestellt, der in der Region noch völlig unbekannt war.

Der 36-jährige unterschrieb einen Kontrakt, der bis zum 30. Juni 2008 gültig ist. Hauptberuflich ist Pagé, der in Berod/Westerwald wohnt, Pastor in Neuwied. Seine Juniorenzeit als Spieler verbrachte er bei der Spvgg Nickenich (1978 bis 1986), der Spvgg Andernach (1986/1987) und Bayer Leverkusen (1987-1989).

Neun Spiele in

der Bundesliga

Als Profifußballer gab Pagé 1988 als 17-Jähriger sein Debüt bei Bayer Leverkusen, ein Jahr später gehörte er auch dem Kader der U18-Nationalmannschaft an. Ein Jahr war er auch für Dynamo Dresden in der 1. Liga aktiv, mit Rot-Weiß Essen schaffte Pagé 1993 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Insgesamt absolvierte er neun Bundesliga-Partien.

Nach einer vierjährigen Fußballpause, in der sich Oliver Pagé zum Pastor ausbilden ließ, entschied sich der Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters dafür, in das Trainergeschäft einzusteigen. Zunächst als Juniorentrainer bei seinem Heimatverein in Nickenich, bevor er nach Stuttgart wechselte und dort den Christlichen Sportverein Stuttgart mit aufbaute. Als Spielertrainer schaffte er in der baden-württembergischen Landeshauptstadt innerhalb von drei Jahren den Aufstieg bis in die Bezirksliga. 2003 erlangte er die Trainer-B-Lizenz, als Trainer des Rheinlandligisten VfL Hamm nur ein Jahr später auch die A-Lizenz. An der Sieg arbeitet er von 2003 bis 2005. Nach der Saison 2004/2005 beendete Pagé sein Engagement in Hamm. Erst kürzlich hat der zweifache Vater erfolgreich seine Prüfung als Fußballlehrer an der Sporthochschule Köln abgelegt. Den Lehrgang absolvierte er unter der Leitung von DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller.

In Siegen nimmt Oliver Pagé nun mit einem Engagement als Trainer der 2. Mannschaft eine neue Herausforderung an. "Bei einem ambitionierten Regionalligisten die Amateurmannschaft zu trainieren, ist eine gute und interessante Aufgabe." Mit dem jungen Sportfreunde-Team möchte er — wie schon sein Vorgänger Uwe Helmes — im oberen Tabellendrittel der Verbandsliga Westfalen 2 mitspielen.

Wie in den vergangenen Jahren wird auch diesmal der Verbandliga-Kader ein sehr junges Durchschnittsalter haben.

Sechs Neuzugänge

aus der Jugend

Sechs A-Juniorenspieler rücken in diesem Jahr in die zweite Siegener Welle auf. Dies sind: Paul Wadolowski, Nils Hartmann, Benjamin Thorbeck, Emrah Bodur, Torben Schneider und Pierre Bellinghausen. Ersetzt werden müssen Ömer Sönmez, Tobias Danecker und Tobias Wurm. Wurm, der nun in Diensten des Oberligisten SV Lippstadt steht und im abgelaufenen Spieljahr die Siegener als Kapitän führte, wird ein großes Loch in die Siegener Mannschaft reißen. Auch Stürmer Sönmez wird in der kommenden Spielzeit in der Oberliga um Punkte kämpfen. Er wechselte zu den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn. Tobias Danecker ging zum Liga-Konkurrenten TSV Weißtal.

Apropos TSV Weißtal: Gleich zum Saisonauftakt stand gestern Abend das Derby zwischen den Siegenern und den Weisstalern auf dem Programm (Ergebnis stand bei Redaktions-Schluss nicht fest).

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