Im ersten Quartal 2020 ist alles fertig

Ortstermin am Siegener Bahnhof: Für Bahnsteig-Überdachung fehlt das Geld

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Bahnhofsmanager Ralf Fielenbach (li.) erläuterte, welche Arbeiten am Siegener Bahnhof noch anstehen und wann Eröffnung gefeiert werden kann.

Siegen. Johannes Remmel, Landtagsabgeordneter der Grünen, hatte in der vergangenen Woche zu einem Ortstermin an den Siegener Bahnhof eingeladen. Um „verschiedene Problemstellungen anzusprechen“, hieß es.

Zunächst fasste er im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung, des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) sowie dem Bahnhofsmanager, der für Siegen zuständig ist, das Positive zusammen. „Es hat sich seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2015 vieles zum Guten entwickelt. Die Modernisierung der Gleise ist abgeschlossen, die Aufzüge zur Überführung laufen, die Außenfassade des Hauptgebäudes wurde gestrichen und auch das Reisezentrum wurde modernisiert.

Doch der erste Kritikpunkt lässt nicht lange auf sich warten. Bereits beim Verlassen des Reisezentrums Richtung Unterführung will Remmel von Fielenbach wissen: „Kommt hier noch ein Dach hin?“ Die Arkaden mussten im Zuge der Bahnsteig-Modernisierung abgerissen werden, Fahrgäste müssen bei schlechtem Wetter vom Reiszentrum bis zur Unterführung nun den Schirm aufspannen. Nein, ein Dach sei dort nicht geplant, es fehle schlichtweg das Geld. Es müsse sich irgendjemand finden, der das bezahlt, sagte Fielenbach. Günter Padt, Geschäfstführer des ZWS, erinnerte sich an frühere Gespräche mit der Deutschen Bahn. Es habe mal Überlegungen gegeben, ein Dach zu installieren und es habe auch einen Kostenplan gegeben, doch dies sei nun schon lange überholt. „Wir sind natürlich hochgradig bestrebt, dass die Fahrgäste trockenen Fußes zum Bahnsteig kommen“, sagte Padt und deshalb stimmt er dem Vorschlag Remmels zu, einen Arbeitskreis „Überdachung“ ins Leben zu rufen.

Fielenbach erläuterte, was nun noch alles auf der Agenda steht: Zunächst wird die noch fehlende Beleuchtung an der Überführung installiert. Außerdem werden im Rahmen der Gewährleistung die undichten Stellen im Dach der Überführung ausgebessert. Ende des Jahres folgt dann die Modernisierung der Unterführung. In diesem Zuge werden auch die Treppenaufgänge erneuert. Außerdem werden die Bahnsteigkanten an Gleis 2 und 3 angepasst. „Für diese Arbeiten sind zwingend Sperrpausen nötig, deshalb können die Arbeiten nicht vorgezogen werden. In diesen Pausen müssen die Züge in anderen Bereichen halten und das wird langfristig in die Fahrpläne eingebaut“, erklärte Fielenbach.

Hinter zwei Punkte kann wohl aber noch in diesem Jahr ein Haken gemacht werden: Das Bahnhofsgebäude bekommt auf der Rückseite noch einen neuen Anstrich und der zweite Mieter (Rewe to go) wird eröffnen.

Auf die Frage, wann denn nun die Baustelle endgültig abgeschlossen sei, hatte Fielenbach eine klare Antwort: „Im ersten Quartal 2020“. Dann sei alles fix und fertig und „wir treffen uns hier wieder zur feierlichen Eröffnung“.

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